Datum08.01.2026 05:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Zahl der Start-up-Gründungen in Hessen ist 2025 stark gestiegen: Es wurden 247 neue Firmen gegründet, 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Hessen liegt im Ländervergleich auf Platz 4 bei den Neugründungen pro Kopf. Darmstadt ist besonders erfolgreich und steht in der Rangliste der gründungsstärksten Städte auf Platz 7. Der gesamtdeutsche Gründerrekord von 3.568 neuen Start-ups wird durch den Boom in der Künstlichen Intelligenz und die Wirtschaftslage begünstigt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gründerbranche“. Lesen Sie jetzt „Zahl der Start-up-Gründungen in Hessen steigt kräftig“. Gründungsboom inmitten der Krise: In Hessen sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Start-ups entstanden. 2025 wurden 247 Wachstumsfirmen im Bundesland gegründet - knapp ein Drittel (29 Prozent) oder 56 Firmen mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Studie des Startup-Verbands hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Hessen zeige unter den Flächenländern eine große Gründungsdynamik neben Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern, hieß es. Bei den Start-up-Neugründungen pro Kopf liegt Hessen demnach im Ländervergleich auf Platz 4 hinter Berlin, Hamburg und Bayern. Vor allem Darmstadt schnitt als forschungsnaher Standort gut ab und schaffte es unter die Top Ten der gründungsstärksten Städte. In Darmstadt wurden 2025 demnach pro 100.000 Einwohner 12 Start-ups gegründet. Damit landet die Universitätsstadt auf Platz 7 nach Heidelberg, Spitzenreiter ist München mit einem Wert von 19,3. Bundesweit verzeichnete der Startup-Verband 2025 einen Gründungsrekord. Demnach entstanden 3.568 neue Wachstumsfirmen in Deutschland, 29 Prozent mehr als 2024. Die Zahlen liegen noch höher als im Boom-Jahr 2021, als die Corona-Pandemie für einen Digitalisierungsschub sorgte. Grund für die Rekordzahlen ist der Boom um Künstliche Intelligenz, der Gründungen erleichtert und neue Geschäftsfelder eröffnet - etwa in Bereichen wie Software, Medizin und industriellen Anwendungen. Ein wichtiger Grund für Gründungsboom dürfte aber auch die Wirtschaftsflaute in Deutschland sein. So machen sich in Krisen üblicherweise viele Menschen aus der Not selbstständig, weil sich Jobchancen verschlechtern. Zudem kamen Start-ups zuletzt wieder etwas leichter an Geld von Investoren. © dpa-infocom, dpa:260108-930-512422/1