Datum08.01.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Sachsen-Anhalt wird die Zuckerrübenernte als qualitativ gut bewertet, jedoch schrumpft die Anbaufläche. Für 2025 wurden etwa 50.000 Hektar angebaut, neun Prozent weniger als im Vorjahr. Deutschlandweit beträgt der Rückgang zehn Prozent. Sachsen-Anhalt bietet geeignete Böden und Know-how für den erfolgreichen Anbau, verarbeiten zudem regionale Zuckerfabriken die Rüben. Aktuell drückt ein hohes Marktangebot die Preise, während Niederschläge und Schädlinge die Bestände belasten. Bis zu 300.000 Tonnen Zucker werden jährlich im Südzucker-Werk in Zeitz produziert.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Zucker aus Sachsen-Anhalt“. Lesen Sie jetzt „Gute Qualität bei Zuckerrüben - Anbaufläche schrumpft“. In Sachsen-Anhalt werden in diesen Tagen die letzten Zuckerrüben geerntet, und ihre Qualität gilt in diesem Jahr als gut. Die Rüben hätten einen stabilen Zuckergehalt, sagte ein Sprecher des Landesbauernverbandes. Insgesamt wurden demnach für die Saison 2025 hierzulande knapp 50.000 Hektar Zuckerrüben in die Böden gebracht - neun Prozent weniger als für die Saison zuvor. Ein Rückgang der Anbaufläche sei nicht nur in Sachsen-Anhalt zu beobachten, sondern deutschlandweit, sagte der Sprecher. Insgesamt 350.000 Hektar Fläche seien im gesamten Bundesgebiet bepflanzt worden - knapp zehn Prozent weniger als 2024. Gut geeignete Böden seien laut dem Bauernverband ein Grund dafür, dass rund ein Siebtel der deutschen Zuckerrüben in Sachsen-Anhalt angebaut wird. "Zum anderen gibt es in Sachsen-Anhalt das Wissen, das für einen erfolgreichen Anbau notwendig ist", ergänzte der Verbandssprecher. Außerdem können die Rüben in den Zuckerfabriken in Klein Wanzleben (Landkreis Börde), Zeitz (Burgenlandkreis) und Halberstadt (Landkreis Harz) gleich regional verarbeitet werden. "Dadurch werden Wege kurzgehalten, was der Wirtschaftlichkeit zugutekommt." Laut Bauernverband drückt derzeit das hohe Angebot am Markt auf den Preis für Rüben - sowohl innerhalb von Europa als auch global. "Regional haben die ergiebigen Niederschläge im Juli sowie Pilzerkrankungen und Schädlinge die Bestände unter Druck gesetzt", so der Verbandssprecher. Im Südzucker-Werk in Zeitz werden seit dem Jahr 1858 Rüben verarbeitet. Pro Jahr werden dort 200.000 bis 300.000 Tonnen Zucker hergestellt - aus bis zu zwei Millionen Tonnen Rüben pro Kampagne. Weil die Rüben verderblich sind, wenn sie in die Fabrik geliefert werden, müssen sie zeitnah verarbeitet werden. Zum einen wird aus ihnen Kristallzucker gemacht, zum anderen verarbeiten die Mitarbeiten den Rohstoff zu Dicksaft, der anschließend in großen Tanks eingelagert wird. So ist es möglich, dass nach dem Ende der Kampagne im Januar oder Februar auch in den kommenden Monaten kristalliner Zucker produziert werden kann. © dpa-infocom, dpa:260108-930-512183/1