Umstrittenes Verhalten: Senatorin spielte mit Wegner in Stromkrise Tennis

Datum07.01.2026 23:35

Quellewww.zeit.de

TLDRBerlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) gerieten in die Kritik, nachdem sie während eines schweren Stromausfalls Tennis spielten. Der Blackout, verursacht durch einen mutmaßlichen Anschlag von Linksextremisten, betraf bis zu 100.000 Menschen. Wegner, der kurz vor dem Match über den Vorfall informiert wurde, räumte ein, dass er rückblickend anders kommunizieren hätte sollen. Berlin hatte aufgrund der Lage eine Großschadenslage ausgerufen und die Bundeswehr um Hilfe gebeten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Umstrittenes Verhalten“. Lesen Sie jetzt „Senatorin spielte mit Wegner in Stromkrise Tennis“. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat seine viel kritisierte Tennispartie während des Stromausfalls im Südwesten der Hauptstadt zusammen mit einem anderen Senatsmitglied gespielt: seiner Lebensgefährtin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (beide CDU).  Senatssprecherin Christine Richter bestätigte, dass beide am Samstagmittag Tennis gespielt hätten. Wenige Stunden zuvor war Wegner über den Brandanschlag mit der Folge des Blackouts informiert worden. Über Günther-Wünschs Teilnahme an dem nach Wegners Angaben einstündigen Match hatte zuvor der "Tagesspiegel" berichtet. Am Sonntag hatte Wegner auf eine Journalistenfrage noch gesagt, er sei den ganzen Samstag am Telefon gewesen und habe versucht zu koordinieren. Inzwischen sieht er die Aussage selbstkritisch: "Rückblickend hätte ich das am Sonntag sagen sollen, was ich am Samstag gemacht habe", sagte Wegner in der RBB-"Abendschau". Der Stromausfall war durch einen Anschlag vermutlich von Linksextremisten auf eine Kabelbrücke ausgelöst worden. Bis zu 100.000 Menschen waren mitten im Winter ohne Strom und Heizung, Internet und Handy-Empfang. Berlin rief eine sogenannte Großschadenslage aus und bat die Bundeswehr um Amtshilfe. © dpa-infocom, dpa:260107-930-511920/1