Datum07.01.2026 22:48
Quellewww.zeit.de
TLDRDeutschland hat einen 32-jährigen syrischen Straftäter in sein Heimatland abgeschoben. Der Mann war wegen Drogendelikten und Körperverletzung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Dies ist die zweite Abschiebung nach Syrien seit dem Sturz von Präsident al-Assad im Dezember 2024. Bundesinnenminister Dobrindt betonte, dass Kriminelle nicht im Land bleiben sollten, und lobte die operativen Voraussetzungen für solche Rückführungen. Dies folgt einer ersten Abschiebung kurz vor Weihnachten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Migration“. Lesen Sie jetzt „Weiterer Straftäter nach Syrien abgeschoben“. Deutschland hat erneut einen syrischen Straftäter in sein Heimatland abgeschoben. Der 32-Jährige war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt geraten und 2020 rechtskräftig wegen Drogendelikten und Körperverletzung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte der "Bild"-Zeitung: "Heute wurde ein weiterer syrischer Straftäter per Linienflug nach Syrien zurückgeführt. Der Syrer ist mehrfach wegen Gewalt- und Drogendelikten verurteilt worden." Er war in der Justizvollzugsanstalt Burg in Sachsen-Anhalt inhaftiert, von wo aus er zum Flughafen gebracht wurde. Nach dpa-Informationen wurde er am späten Dienstagnachmittag ausgeflogen. Es ist die zweite Abschiebung nach Syrien seit dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024. Zuvor waren zwangsweise Rückführungen jahrelang ausgesetzt gewesen. Erstmals war kurz vor Weihnachten ein Straftäter nach Syrien abgeschoben worden. Er hatte in Gelsenkirchen gelebt und war wegen besonders schweren Raubes, Körperverletzung und Erpressung verurteilt. Sachsen-Anhalts Innenministerin, Tamara Zieschang (CDU) dankte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) dafür, "dass er die operativen Voraussetzungen dafür geschaffen hat, syrische Straftäter nach Syrien zurückführen zu können". Dobrindt (CSU) sagte "Bild": "Wir schieben Straftäter ab, auch nach Syrien und Afghanistan. Wer hier Straftaten begeht, darf nicht bleiben. Unsere Gesellschaft hat ein berechtigtes Interesse daran, dass Kriminelle unser Land verlassen." Sein Ministerium setze dies konsequent um. © dpa-infocom, dpa:260107-930-511878/1