Meinung: Die Lage am Morgen - Neue Düsenjäger im Weinbaugebiet

Datum20.10.2025 05:37

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Bundeswehr plant, 15 weitere F-35-Kampfjets für 2,5 Milliarden Euro zu kaufen, um NATO-Anforderungen zu erfüllen. Gleichzeitig eskalieren die Spannungen im Gazastreifen, wo Israel und die Hamas sich gegenseitig beschuldigen, die Waffenruhe zu verletzen. In Paris ereignete sich ein spektakulärer Raub im Louvre, bei dem Diebe in nur vier Minuten Schmuck im Wert von Millionen stahlen und anschließend eine wertvolle Krone verloren, die jedoch rasch wiedergefunden wurde.

InhaltDie Bundeswehr kauft neue Kampfjets, um die Nato-Anforderungen zu erfüllen. Israel und die Hamas beschuldigen sich gegenseitig, die Waffenruhe im Gazastreifen zu verletzen. Und: ein spektakulärer Raub im Louvre. Das ist die Lage am Montagmorgen. Die Bundeswehr kauft neue Kampfjets, um die Nato-Anforderungen zu erfüllen. Israel und die Hamas beschuldigen sich gegenseitig, die Waffenruhe im Gazastreifen zu verletzen. Und: ein spektakulärer Raub im Louvre. Der Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz ist ein beschauliches Fleckchen Erde und eher bekannt für gute Moselweine als für Massenvernichtungswaffen. Dabei sind dort, in unterirdischen Silos des Fliegerhorsts Büchel, US-amerikanische Atomwaffen stationiert. Damit die Luftwaffe sie im Ernstfall ans Ziel bringen kann, will Verteidigungsminister Boris Pistorius nach SPIEGEL-Informationen nun weitere 15 Kampfjets vom Typ F-35 beim US-Hersteller Lockheed Martin bestellen. Kostenpunkt: 2,5 Milliarden Euro. Bisher hatte die Bundeswehr bereits 35 Kampfjets dieser Bauart geordert, die ersten Modelle sollen 2027 bei der Luftwaffe eintreffen. Aus Sicht des Militärs ist die Beschaffung von weiteren F-35 unabdingbar. Wie mein Kollege Matthias Gebauer aus Sicherheitskreisen erfuhr, kann die Bundeswehr nur durch die größere Flotte die neuen Nato-Anforderungen erfüllen. "Das Bündnis hat seine Verteidigungs- und Abschreckungspläne wegen der russischen Bedrohung deutlich verstärkt, die Luftüberlegenheit gilt als zentrales Element des neuen Konzepts", schreibt Matthias. Gleichzeitig explodieren am Standort Büchel die Kosten. Der Umbau des Flugplatzes für die insgesamt 50 Hightech-Jets der deutschen F-35-Flotte ist derart komplex, dass die notwendigen Investitionen von einst geplanten 700 Millionen auf zwei Milliarden Euro stiegen (mehr dazu hier  ). Donald Trump dürfte das völlig egal sein. Der US-Präsident fordert immer wieder, dass die US-Industrie von den zusätzlichen europäischen Investitionen in die eigene Verteidigung profitieren müsse. Das Bangen um den Frieden im Nahen Osten geht weiter. Am Sonntag griff das israelische Militär mit Kampfjets und Artilleriebeschuss die Stadt Rafah an. Zuvor sollen Kämpfer der Terrororganisation Hamas unter anderem mit einer Panzerfaust auf israelische Soldaten geschossen haben. Israels Armee nannte die Angriffe eine "eklatante Verletzung der Waffenruhe", die seit dem 10. Oktober gilt. Die Regierung Benjamin Netanyahus stoppte die Hilfslieferungen in den Gazastreifen. (Hier  mehr zur Aussicht auf Frieden in Nahost.) Wie so oft lassen sich die Vorwürfe nicht unabhängig überprüfen. Ein Hamas-Vertreter wies sie zurück und sprach von "fadenscheinigen Vorwänden" Israels, "um seine Verbrechen zu rechtfertigen". Es ist klar, dass man der Hamas nicht über den Weg trauen darf. Es wäre aber zu wünschen, dass dies bei israelischen Politikern anders aussähe. Doch Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir forderte sogleich eine Wiederaufnahme des Kriegs gegen die Hamas. Der Scharfmacher hatte Donald Trumps sogenannten Friedensplan von Beginn an kritisiert. Kein Wunder, er durchkreuzt seine Pläne einer vollständigen Annexion von Gaza (hier mehr dazu). Man kann nur hoffen, dass sich Extremisten wie Ben-Gvir auf israelischer Seite nicht durchsetzen. Am Sonntagmorgen gegen 9.30 Uhr habe ich gerade einen Kaffee aufgesetzt. Wahrscheinlich hat das ungefähr genauso lange gedauert wie der spektakuläre Einbruchdiebstahl im weltberühmten Louvre in Paris. Nur vier Minuten brauchten die Täter, um die Bestände der Sammlung zu Napoleon III. (1808-1873) zu plündern, darunter eine Halskette, eine Brosche und ein Diadem. "Eigentlich glaubte man, der Louvre sei eines der bestgesicherten Museen der Welt", sagt mein Kollege Frank Patalong. "Jetzt steht der Kaiser ohne Kleider da. Die Diebe stiegen einfach durch ein Fenster ein." Die Einbrecher näherten sich dem Louvre kurz nach der Öffnung um neun Uhr, ließen sich mithilfe eines hydraulischen Lastenkorbes zu einem Fenster hinauffahren und schlugen es ein. Sie brachen mit akkubetriebenen Trennschleifern zwei Vitrinen auf, entwendeten bis zu neun Schmuckstücke und kletterten wahrscheinlich wieder durch das zerbrochene Fenster nach draußen. Menschen wurden nicht verletzt. Die Diebe raubten auch die goldene Krone der Kaiserin Eugénie, Ehefrau von Napoleon III. Sie ist eines der kostbarsten Objekte der Ausstellung und mit mehr als 2400 Diamanten und 56 Smaragden besetzt. Allerdings verloren die Täter das gute Stück auf der Flucht. Die Krone wurde gegen Mittag beschädigt wiedergefunden – auf dem Trottoir. Noch mehr Rätsel wie Viererkette, Wordle und Paarsuche finden Sie bei SPIEGEL Games. …ist Fußballnationalspielerin Lena Oberdorf vom FC Bayern München. Nach einem Kreuzbandriss hatte sie lange pausieren müssen. Eigentlich sollte die 23-Jährige bei den Nations-League-Spielen der deutschen Frauen gegen Frankreich am kommenden Freitag in Düsseldorf oder am Dienstag darauf in Caen ihr Comeback geben. Doch am Sonntag musste Oberdorf beim Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln nach einem Zusammenprall früh ausgewechselt werden. Eine Kölnerin traf sie bei einem Zweikampf unglücklich am rechten Bein. Oberdorf humpelte mit verbundenem rechten Knie vom Platz. Es bleibt zu hoffen, dass sie ihre Verletzung schnell auskuriert. Was ein tanzender Bärenhintern mit gelungener Kommunikation zu tun hat. Ob Herzchen vom Chef als Belästigung zählen. Und wieso Sie keinen Brokkoli versenden sollten . Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Felix Bohr, stellvertretender Leiter des Geschichtsressorts