Datum07.01.2026 20:37
Quellewww.zeit.de
TLDRBerlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat Selbstkritik geübt, nachdem bekannt wurde, dass er während eines großflächigen Stromausfalls Tennis spielte. Er räumte ein, dass er dies nicht kommunizierte und stattdessen die Fokus auf 45.000 ohne Strom lebende Haushalte gelegt hatte. Der Stromausfall, verursacht durch einen Brandanschlag, betraf bis zu 100.000 Menschen und wurde erst nach fünf Tagen behoben. Trotz Rücktrittsforderungen betonte Wegner, dass die Krisenbewältigung wichtig sei.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Brandanschlag“. Lesen Sie jetzt „Tennisspiel beim Stromausfall - Wegner äußert Selbstkritik“. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner räumt ungeschicktes Verhalten ein - zuvor war bekanntgeworden, dass er am ersten Tag des großflächigen Stromausfalls Tennis gespielt hatte. Am Tag darauf, Sonntag, hatte der CDU-Politiker gesagt, er sei den ganzen Tag am Telefon gewesen und habe versucht zu koordinieren. "Rückblickend hätte ich das am Sonntag sagen sollen, was ich am Samstag gemacht habe", sagte Wegner nun in der RBB-"Abendschau". Als er von Journalisten dazu befragt worden sei, seien allerdings die 45.000 Haushalte ohne Strom sein Fokus gewesen. Er habe am Samstag um 8.07 Uhr die Nachricht über einen Brand an Stromleitungen bekommen, sagte Wegner. "Ich habe dann mit der Innensenatorin gesprochen und bin dann 8.08 Uhr an mein Telefon gegangen und habe telefoniert." "Ja, ich habe dann irgendwann gesagt: Ich brauche kurz eine Pause, ich muss meinen Kopf freikriegen. Und das kann ich am besten mit Sport", erklärte der CDU-Politiker. "Ich habe dann eine Stunde Sport gemacht und bin danach sofort wieder an mein Telefon gegangen, in mein Büro und habe weitergearbeitet." Rücktrittsforderungen kommentierte Wegner so: "Dass die Opposition das jetzt sagt, das kann ich nicht verhindern. Ich glaube, das Entscheidende ist, dass wir gezeigt haben, dass wir Krise können, dass die Berlinerinnen und Berliner in den betroffenen Gebieten jetzt wieder Strom und Wärme haben." Der durch einen Brandanschlag ausgelöste Stromausfall bei bis zu 100.000 Menschen wurde erst nach fünf Tagen behoben. © dpa-infocom, dpa:260107-930-511665/1