Datum07.01.2026 19:12
Quellewww.zeit.de
TLDRLitauens Präsident Gitanas Nauseda betont bei der CSU-Klausur, dass ein deutsches Engagement zur Sicherung eines Friedensplans in der Ukraine die geplante Stationierung einer deutschen Brigade in Litauen nicht gefährdet. Diese Brigade, mit etwa 5.000 Soldaten, soll bis Ende 2027 einsatzbereit sein und die NATO-Ostflanke stärken. Nauseda kündigte an, dass die Infrastrukturprojekte für die Brigade ebenfalls bis Ende 2027 abgeschlossen werden. Kanzler Friedrich Merz zieht eine militärische Beteiligung Deutschlands für die Unterstützung der Ukraine in Betracht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „CSU-Klausur“. Lesen Sie jetzt „Litauens Präsident setzt auf deutsche Brigade ab 2027“. Ein Engagement deutscher Soldaten zur Sicherung eines Friedensplans in der Ukraine gefährdet nach Ansicht von Litauens Präsidenten Gitanas Nauseda nicht die dortigen Pläne zur Stationierung der Bundeswehr in dem baltischen Land. "Ich halte Deutschland für einen sehr starken und verlässlichen Partner und bin überzeugt, dass es möglich ist, eine Friedensmission in die Ukraine zu entsenden und gleichzeitig alle Verpflichtungen gegenüber Litauen zu erfüllen", sagte Nauseda bei seinem Besuch bei der CSU-Klausur im oberbayerischen Kloster Seeon. Die deutsche Brigade in Litauen ist eine neue, dauerhaft dort stationierte Einheit der Bundeswehr zur Stärkung der Nato-Ostflanke gegen mögliche Bedrohungen aus Russland oder dem benachbarten Belarus. Sie soll bis Ende 2027 voll einsatzbereit sein und aus annähernd 5.000 Soldaten bestehen. Nauseda betonte, derzeit liefen noch die Arbeiten für ein großes Infrastrukturprojekt auf einem Truppenübungsplatz, der hauptsächlich für die deutsche Brigade vorgesehen sei. "Wir sind bereit und fest entschlossen, diese Projekte bis Ende 2027 abzuschließen. Nach unseren und den Plänen der Bundesregierung soll die Stationierung der gesamten deutschen Brigade bis Ende 2027 abgeschlossen sein", sagte er. "Wir geben unser Bestes und die Zeit drängt." Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte in dieser Woche nach dem Gipfel in Paris erstmals eine militärische Beteiligung Deutschlands an der Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in Aussicht gestellt. "Dazu kann zum Beispiel gehören, dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden", sagte er. Der CDU-Vorsitzende schloss aber auch einen Einsatz auf ukrainischem Territorium nicht aus. Darüber hinaus hat Deutschland schon vor längerer Zeit mit anderen Nato-Partnern Litauen seine Unterstützung vor der russischen Bedrohung zugesichert. © dpa-infocom, dpa:260107-930-511477/1