USA lockern Sanktionen gegen Venezuela – um selbst das Öl verkaufen zu können

Datum07.01.2026 18:21

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie USA lockern teilweise ihre Sanktionen gegen Venezuela, um den Transport und Verkauf venezolanischen Öls zu ermöglichen. Dies geschieht, nachdem Nicolás Maduro gefangen genommen wurde. Energieminister Chris Wright kündigte an, den Verkauf des Öls "auf unbestimmte Zeit" zu kontrollieren. Präsident Trump kündigte an, Venezuela könnte zwischen 30 und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl liefern, um sowohl den USA als auch dem venezolanischen Volk zu helfen. Das Ölgeschäft ist für Venezuela entscheidend.

InhaltBislang waren die Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen Venezuela hart. Das ändert sich nun: Die US-Regierung will die Regelungen nun teilweise abschwächen. Die USA heben einige ihrer Sanktionen gegen Venezuela auf. Dies soll den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters unter Berufung auf die US-Regierung mitteilten. Welche Sanktionen genau gelockert werden sollen und wollen, war zunächst unklar. Zum Beispiel sind aktuell bestimmte Tanker, die Öl transportieren, von den USA mit Sanktionen belegt. Die USA nehmen nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduros das Ölvorkommen in den Blick. So sagte Energieminister Chris Wright, die USA nähmen ihren Verkauf "auf unbestimmte Zeit" in ihre Hand. Bereits am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Venezuela werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel (ein Barrel entspricht je 159 Liter) an sanktioniertem Öl an die USA liefern. Er selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf des Öls kontrollieren – "zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten". Das Ölgeschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Gerätequelle. Zuletzt war China der größte Abnehmer für venezolanisches Erdöl.