Nachrichtenpodcast: Wie die Bundeswehr den Frieden sichern könnte

Datum07.01.2026 17:11

Quellewww.zeit.de

TLDRBundeskanzler Friedrich Merz plant einen Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung eines potenziellen Friedens in der Ukraine, abhängig von einer wichtigen Sicherheitsgarantie seitens der USA. Während die Grünen den Einsatz unterstützen, äußern SPD und andere Parteien Kritik. Zudem sorgt die Vulkangruppe mit widersprüchlichen Bekennerschreiben zur Sabotage der Berliner Stromversorgung für Verwirrung. Die Gruppe behauptet, unabhängig zu handeln, während eine frühere Vulkangruppe sich von den aktuellen Aktionen distanziert.

InhaltFriedrich Merz will mit der Bundeswehr einen möglichen Frieden in der Ukraine sichern. Schafft die Armee das überhaupt? Und: Neue Bekennerschreiben der Vulkangruppe Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen Einsatz der Bundeswehr zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstandes in der Ukraine in Aussicht gestellt. "Deutschland wird sich weiter politisch, finanziell und eben auch militärisch einbringen", sagte er. Bedingung sei allerdings eine starke, rechtlich bindende Sicherheitsgarantie vonseiten der USA. Die Grünen haben bereits Zustimmung für einen solchen Bundeswehreinsatz signalisiert, aus anderen Parteien – auch vom Koalitionspartner SPD – kommt hingegen Kritik. Wie genau so eine Friedenssicherung aussehen könnte und ob die Bundeswehr einen zusätzlichen Einsatz überhaupt stemmen kann, weiß Tilman Leicht. Er ist Volontär der ZEIT und Experte für Verteidigungspolitik. Die Regierung der USA will die Insel Grönland kaufen. Das soll US-Außenminister Marco Rubio laut übereinstimmenden Medienberichten gegenüber US-Abgeordneten gesagt haben. Wie die USA das genau erreichen wollen, ist aber unklar. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hatte zuletzt eine Invasion der strategisch wichtigen Insel im Nordatlantik nicht ausgeschlossen. In einem Telefonat mit dem französischen Außenminister Jean-Noël Barrot soll US-Außenminister Rubio aber ausgeschlossen haben, dass das, was in Venezuela passiert ist, auch mit Grönland passieren werde. Nach dem großflächigen Stromausfall im Berliner Südwesten ist die Stromversorgung wieder hergestellt. Bei der Frage nach den Tätern sorgen aber zwei neue Bekennerschreiben für Verwirrung. So betont die sogenannte Vulkangruppe, die sich zur Sabotage der Berliner Stromversorgung bekannt hatte, in einem Schreiben, nicht aus dem Ausland gesteuert worden zu sein. Dass Menschen "hier vor Ort in der Lage sind, Infrastruktur anzugreifen", passe nicht in das Narrativ von Politik und Behörden, weshalb man einen äußeren Feind konstruiere, so die Gruppe. Gleichzeitig distanziert sich in einem dritten Schreiben die offenbar originale Vulkangruppe aus dem Jahr 2011 von den jüngsten Sabotagen. Statt gegen Infrastruktur habe man sich damals gegen Kriegsbeteiligung und Militäreinsätze gerichtet. Die gesellschaftliche Grundversorgung sei nicht das Ziel gewesen. Und sonst so? Schafe besuchen einen Supermarkt. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Constanze Kainz und Hannah Grünewald Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.