Datum07.01.2026 16:46
Quellewww.spiegel.de
TLDRVier Kunden haben in den USA eine Sammelklage gegen McDonald's eingereicht, die den beliebten McRib-Burger betrifft. Sie behaupten, das Marketing sei irreführend, da das Fleisch des McRib nicht aus Schweinerippchen stamme, sondern von weniger hochwertigen Fleischteilen. Die Kläger argumentieren, dass der Name "McRib" eine Täuschung sei und verlangen Schadensersatz sowie Unterlassungsansprüche. McDonald's verteidigt sich und betont, dass der Burger aus 100% Schweinefleisch besteht und die Qualität ihrer Lebensmittel höchste Priorität habe.
InhaltSchlimmer Verdacht in den USA: Ist Fast Food gar nicht hochwertig? Vier Kunden ziehen nun gegen McDonald's vor Gericht. Sie streben jetzt eine große Sammelklage an. Für McDonald's gibt es Beef in den USA. Vier Kläger werfen dem Fast-Food-Riesen vor, Kunden mit der Werbung für seinen beliebten McRib-Burger zu täuschen – weil er nicht wirklich Fleisch von Schweinerippchen enthalte. Der McRib ist ein beliebter Burger bei McDonald's. Er besteht aus einem Weizenbrötchen, in dessen Mitte Gewürzgurken- und Zwiebeln liegen, dazu Barbecuesoße. Der Clou des Burgers: Zerkleinerte Schweinefleischstücke in Rippchenoptik bilden das Burgerpatty. McDonald's spricht von "gewürztem Schweinefleisch ohne Knochen". Eine Schweinerei, finden die vier Kläger in den USA offensichtlich. "Der Name "McRib" ist eine bewusste Täuschung", schreiben die Kläger mehreren US-Medien zufolge in ihrer Klage. Sie argumentieren, das Wort "Rippchen" deute in Verbindung mit der Form des Pattys auf hochwertiges Fleisch hin. Schließlich gelte Fleisch von Schweinerippchen als Premiumprodukt. McDonald's verlange mit ortsweise 7,89 Dollar (etwa 6,75 Euro) pro McRib zu viel Geld für Fleisch, das dann aber gar nicht so hochwertig sei. Es handele sich in Wirklichkeit um Fleisch etwa aus der Schulter von Schweinen. Hinzu komme, dass der McRib nicht dauerhaft, sondern in regelmäßigen Abständen als zeitlich begrenztes Produkt beworben werde. Diese Strategie erzeuge ein Gefühl der Dringlichkeit, meinen die Kläger. Das halte die Verbraucher davon ab, die Zutaten genau zu prüfen. "Die irreführenden Auslassungen und das irreführende Marketing von McDonald's haben zu Schäden in Millionenhöhe für die Verbraucher geführt und rechtfertigen rechtliche Schritte, einschließlich Schadensersatz, Rückerstattung und Unterlassungsansprüche, um weitere irreführende Werbepraktiken zu verhindern", heißt es in der Klage. Die Kläger behaupten, sie hätten den McRib nicht gekauft, wenn sie gewusst hätten, dass er kein Schweinerippchenfleich enthält. McDonald's wehrt sich gegen die Vorwürfe. "Die Qualität und Sicherheit unserer Lebensmittel stehen im Mittelpunkt unseres Handelns – deshalb verpflichten wir uns, für unser gesamtes Menü echte, hochwertige Zutaten zu verwenden", heißt es in der Erklärung. "Unser bei den Fans beliebtes McRib-Sandwich wird zu 100% aus Schweinefleisch hergestellt, das von Landwirten und Lieferanten aus den gesamten USA stammt. Wir sind seit jeher transparent in Bezug auf unsere Zutaten, damit unsere Gäste die für sie richtige Wahl treffen können." Die Kunden hatten die Klage den US-Berichten zufolge kurz vor Weihnachten bei einem Gericht im Bundesstaat Illinois eingereicht. Sie streben demnach nun eine Sammelklage im Namen aller US-Kunden an, die den McRib in den vergangenen Jahren gekauft haben.