Apothekenschließungen: Apotheken schließen weiter – Kritik an Reformplänen

Datum07.01.2026 16:16

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Thüringen schließen weiterhin Apotheken, mit einem Rekord von 13 Schließungen im letzten Jahr, was die Zahl auf 474 verringert hat. Dies ist das 15. Jahr in Folge eines Rückgangs, bedingt durch wirtschaftlichen Druck und Nachwuchsmangel. Für März sind weitere Schließungen angekündigt. Kritiker, wie der Geschäftsführer der Landesapothekerkammer, Danny Neidel, warnen, dass die geplanten Reformen des Bundesgesundheitsministeriums die ländliche Arzneimittelversorgung weiter verschlechtern könnten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Apothekenschließungen“. Lesen Sie jetzt „Apotheken schließen weiter – Kritik an Reformplänen“. Das Apothekensterben setzt sich in Thüringen unvermindert fort. Im vergangenen Jahr seien 13 Apotheken für die Arzneimittelversorgung der Thüringer verloren gegangen und damit so viele wie nie zuvor, teilte die Landesapothekerkammer mit. Somit sei im Freistaat im 15. Jahr in Folge die Zahl der Apotheken gesunken.  "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich der Trend stoppen ließe", sagte der Geschäftsführer der Kammer, Danny Neidel. Seit Jahresbeginn gebe es nun nur noch 474 Apotheken in Thüringen - rund 110 weniger als im Jahr 2010. Für März seien bereits weitere Schließungen angekündigt. Gründe für die Entwicklung sind nach früheren Angaben wirtschaftlicher Druck und fehlender Nachwuchs.  Kritik äußerte Neidel zudem an den geplanten tiefgreifenden Änderungen im Zuge der Apothekenreform des Bundesgesundheitsministeriums. Diese würden dafür sorgen, dass die Versorgung gerade auf dem Land weiter geschwächt werde. © dpa-infocom, dpa:260107-930-510699/1