Berlin: Stromversorgung nach Brandanschlag in Berlin »nahezu wieder hergestellt«

Datum07.01.2026 15:44

Quellewww.spiegel.de

TLDRNach einem Brandanschlag in Berlin ist die Stromversorgung für viele Haushalte wiederhergestellt. Der Netzbetreiber Stromnetz Berlin nutzt provisorische Hochspannungsleitungen, um die betroffenen 20.000 Haushalte und 850 Betriebe schrittweise zu versorgen. Am Mittwoch waren noch 550 Haushalte und 42 Gewerbebetriebe ohne Strom. Laut Berlins Wirtschafts- und Energiesenatorin Giffey könnte es vorübergehend zu kurzen Unterbrechungen kommen, während auch die Heizungsversorgung für 3000 Fernwärmekunden reaktiviert werden muss.

InhaltDer Netzbetreiber hat mit provisorischen Hochspannungsleitungen Tausende Haushalte wieder an den Strom angeschlossen. Nun muss noch für einige Anwohner die Heizungsversorgung ins Laufen gebracht werden. Vier Tage nach dem Anschlag im Südwesten von Berlin ist die Stromversorgung nach Angaben des Netzbetreibers "nahezu wieder hergestellt". Das teilte der Netzbetreiber Stromnetz Berlin mit. Nach Angaben von Berlins Wirtschafts- und Energiesenatorin Franziska Giffey (SPD) waren am Mittwochnachmittag noch etwa 550 Haushalte und 42 Gewerbebetriebe ohne Strom, die Zahl verringerte sich demnach laufend. Nach der Herstellung provisorischer Hochspannungsleitungen am Tatort am Teltowkanal hatte der Stromnetzbetreiber am Mittwochvormittag begonnen, die zuletzt noch etwa 20.000 betroffenen Haushalte und 850 Betriebe wieder zu versorgen. Der Prozess sollte demnach schrittweise verlaufen. Zuvor wurden Menschen aufgefordert, Notstromaggregate abzuschalten und weitere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um mögliche Schäden an Anlagen zu vermeiden. Bis Mittwochnachmittag seien "wahrscheinlich alle" betroffenen Berliner wieder am Netz, sagte die sozialdemokratische Senatorin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der verantwortlichen Behörden. Die Lage sei damit aber "noch nicht vorbei". Weitere komplizierte Bauarbeiten an einer zweiten Stelle liefen noch und müssten beendet werden, um das Netz endgültig zu stabilisieren. "Bevor der Strom jedoch für alle wieder da ist, wird es für einige der bereits wieder versorgten Kunden im ursprünglich betroffenen Gebiet zu einer circa 15 Minuten langen Stromunterbrechung kommen", hatte zuvor bereits am Vormittag der Netzbetreiber mitgeteilt. "Ähnlich wie bei einem Wechsel eines Steckers zu einer anderen Steckdose wird so die Wiederversorgung über die provisorische Leitung am Teltowkanal sichergestellt." Zudem müsse die teils unterbrochene Heizungsversorgung wieder anlaufen. Das gelte unter anderem für zuletzt noch 3000 Fernwärmekunden.