Datum07.01.2026 15:33
Quellewww.zeit.de
TLDRDurch anhaltende Frosttemperaturen sind Eisbrecher auf dem Mittellandkanal und Elbe-Havel-Kanal im Einsatz. Der 600 PS starke Eisbrecher "Stier" wurde aufgrund einer Eisschicht von drei Zentimetern aktiviert, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten. Es werden weitere Eisbrecher bereitgehalten, da anhaltende Kälte zu einer Eisdicke von bis zu acht Zentimetern führen kann. Viele Schiffe benötigen Unterstützung, da sie nicht für winterliche Bedingungen ausgelegt sind. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert weiterhin starke Frostbedingungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schifffahrt“. Lesen Sie jetzt „Dauerfrost lässt Eisbrecher ausrücken“. Anhaltend frostige Temperaturen haben auf dem Mittellandkanal und dem Elbe-Havel-Kanal bei Magdeburg für die ersten Einsätze von Eisbrechern gesorgt. "Bei der jetzigen Eisstärke von drei Zentimetern war es notwendig, den 600 PS starken Eisbrecher "Stier" in das Eis zu schicken", sagte Marcel Bremer, der beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe die Außenstelle Niegripp (Jerichower Land) leitet. Zwei Eisbrecher seien derzeit unterwegs, zwei weitere befänden sich in Bereitschaft. "Bei den vorhergesagten Temperaturen kann es schnell zu einer bis zu acht Zentimeter dicken Eisschicht kommen", sagte Bremer. Viele Schiffe hätten keine "Eisklasse" und seien auf Hilfe angewiesen, hieß es. Als Eisklasse wird die Einstufung der Eisfestigkeit von Schiffen bezeichnet. Wichtig sei auch, die fast einen Kilometer lange Trogbrücke über die Elbe bei Hohenwarthe vom Eis freizuhalten. Sie ist die längste Kanalbrücke Europas. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am kommenden Wochenende mit nächtlichen Tiefsttemperaturen von bis zu minus 13 Grad. Auch die kommenden Tage stecken laut DWD weiter im Dauerfrost. © dpa-infocom, dpa:260107-930-510334/1