Datum07.01.2026 15:12
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie US-Armee hat einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker, ehemals "Bella 1" und nun "Marinera", im Nordatlantik beschlagnahmt. Das Schiff war aus Venezuela unterwegs und hatte sich durch Namens- und Flaggenwechsel der US-Blockade entzogen. Die Beschlagnahmung erfolgte wegen Verstößen gegen US-Sanktionen, nachdem die US-Küstenwache das Schiff ohne Widerstand geentert hatte. Russlands Außenministerium zeigt sich besorgt über die erhobene Aufmerksamkeit des US-Militärs gegenüber dem Tanker und betont, dass dieser sich an internationale Regeln halte.
InhaltWochenlang hat die US-Armee einen Öltanker aus Venezuela verfolgt. Nun ist es zum Showdown im Nordatlantik gekommen. US-Offiziere haben das Schiff geentert. Der US-Küstenwache ist es gelungen, den entwischten Öltanker aus Venezuela zu entern. Die Besatzung habe keinerlei Widerstand geleistet oder Feindseligkeiten verursacht, so ein Beamter gegenüber der "New York Times". Vorausgegangen war eine wochenlange, dramatische Verfolgungsjagd auf hoher See. Das Schiff soll eine Blockade ausgetrickst haben, indem es Namen und Beflaggung änderte. Die ursprüngliche "Bella 1" ist mittlerweile unter dem Geleit eines russischen U-Boots als "Marinera" im Nordatlantik unterwegs. Beschlagnahmt wurde das Schiff demnach wegen Verstößen gegen US-Sanktionen. Das Europäische Kommando der US-Streitkräfte veröffentlichte auf X eine Erklärung, in der es die Beschlagnahmung bestätigte und mitteilte, dass das Justizministerium, das Ministerium für innere Sicherheit und das Verteidigungsministerium den Tanker im Nordatlantik wegen Verstößen gegen US-Sanktionen "beschlagnahmt" hätten. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Das Entern des Tankers könnte größere diplomatische Spannungen nach sich ziehen. Russlands Außenministerium erklärte bereits am Morgen, es beobachte die Situation um den Tanker "mit Sorge". Das Schiff fahre in internationalen Gewässern im Nordatlantik und segele unter russischer Flagge. Es halte sich an alle Regeln. "Für uns ist unklar, warum ein russisches Schiff erhöhte und in jedem Fall unverhältnismäßige Aufmerksamkeit des US-Militärs und der Nato erhält", heißt es aus Moskau. In Kürze mehr bei SPIEGEL.de.