Datum07.01.2026 15:07
Quellewww.spiegel.de
TLDRRTL plant den Abbau von 600 Stellen, wovon zunächst 230 im Nachrichtenbereich betroffen sind. Die Umstrukturierung, die auch die Streichung bekannter Formate wie "Gala" und "Prominent" umfasst, zielt auf eine stärkere Digitalisierung und den Einsatz von KI ab. Der Sender wird ein gemeinsames Morgenprogramm mit N-tv einführen und zentrale Newsrooms in Köln und Berlin etablieren. RTL-Managerin Inga Leschek bedauert die Kündigungen, sieht jedoch die Transformation als notwendig an, um auf das schwache Werbegeschäft zu reagieren.
InhaltMehr Digitalisierung und weniger Personal: RTL will sich neu aufrichten. 230 Jobs fallen bei Sender weg, insgesamt sollen es 600 werden. Mit dem Stellenabbau gehen auch Veränderungen im Programm einher. RTL Deutschland streicht rund 230 Arbeitsstellen im Nachrichtenbereich. Damit vollzieht der Sender den geplanten Jobabbau – am Ende sollen im Konzern rund 600 Stellen gestrichen werden. Ziel der Neuaufstellung sei es, journalistische Kräfte durch eine stärkere Digitalisierung und den Einsatz von KI effektiver zu nutzen. N-tv sowie "Stern", "GEO" und "Capital" seien von dem Jobabbau nicht direkt betroffen, teilte der Fernsehkonzern mit. Auch sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Allerdings: Im Zuge der Umstrukturierung werden einige bekannte Formate eingestellt – darunter die Magazine "Gala" bei RTL und "Prominent" bei VOX. Zudem starten RTL und der Nachrichtensender N-tv ab dem Frühjahr ein gemeinsames Morgenprogramm, in dem die bisherigen Sendungen "Punkt 6", "Punkt 7" und "Punkt 8" aufgehen. Geplant sind außerdem zentrale, plattformübergreifende Newsrooms in Köln und Berlin. Die Transformation sei notwendig, sorge jedoch für einschneidende Entscheidungen, sagte RTL-Managerin Inga Leschek. "Dass Menschen, die mit großem Engagement zum Erfolg von RTL News beigetragen haben, ihren Arbeitsplatz verlieren, bedauern wir zutiefst." (Lesen Sie hier ein Interview mit der Managerin.) RTL hatte Anfang Dezember angekündigt, rund 600 Jobs in Deutschland abzubauen, und zieht damit Konsequenzen aus dem schwachen Werbegeschäft. Die Bertelsmann-Tochter will sich verstärkt auf Streaming fokussieren.