Datum07.01.2026 14:47
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Umweltschutzverein Ökolöwe protestiert gegen die Freigabe des Cospudener Sees für Motorboote, die ab 1. Februar gelten soll. Die Landesdirektion Sachsen hat den See dauerhaft für die Schifffahrt freigegeben, was der Verein als "Katastrophe" ansieht. Trotz einer Petition mit über 10.500 Unterschriften für ein Verbot von Verbrennungsmotoren, plant der Verein, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen. Der See ist ein beliebter Ort für Freizeitaktivitäten, wobei die Südspitze aus Naturschutzgründen bootsfrei bleibt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Cospudener See“. Lesen Sie jetzt „Umweltverein wehrt sich gegen Motorboote auf Cospudener See“. Der Leipziger Umweltschutzverein Ökolöwe hat Widerspruch gegen die Freigabe des Cospudener Sees für Motorboote eingelegt. Der Verein kündigte an, alle rechtlichen Mittel gegen die Entscheidung ausschöpfen zu wollen. Sie sei eine Katastrophe für den "Cossi". Die Landesdirektion Sachsen hatte den See südlich von Leipzig per Allgemeinverfügung dauerhaft für die Schifffahrt freigegeben. Die Regelung soll ab 1. Februar für den Nordteil des aus einem ehemaligen Tagebau entstandenen Gewässers gelten. Bisher waren Einzelgenehmigungen nötig. Der Umweltschutzverein hatte in der Vergangenheit eine Petition gegen Motorboote auf dem See gestartet. Sie wurden nach Vereinsangaben von mehr als 10.500 Menschen unterzeichnet. Das Ziel war es, Boote mit Verbrennungsmotor auf dem Cospudener See zu verhindern. Lediglich sanfte Antriebsarten sollten zugelassen werden. Laut Landesdirektion ist es jedoch rechtlich nicht möglich, Verbrennungsmotoren von der Schiffbarkeit auszunehmen. Der Cospudener See ist ein beliebtes Freizeitrevier. Er wird von zahlreichen Badegästen angesteuert. Zudem sind bereits Segelboote, Paddler und ein Fahrgastschiff auf dem 400 Hektar großen Gewässer unterwegs. Die Südspitze des Sees ist aus Naturschutzgründen für Boote tabu. © dpa-infocom, dpa:260107-930-509954/1