Immer weniger Menschen ohne Job

Datum29.06.2007 14:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Arbeitslosenquote in Deutschland sank im Juni auf 8,8%, den niedrigsten Stand seit fünf Jahren, was einem Rückgang um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat entspricht. Insgesamt sind 3,687 Millionen Menschen ohne Job, 712.000 weniger als im Vorjahr. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, betont die Stabilität der Konjunktur und die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften, wobei die Zahl der offenen Stellen auf 648.000 gestiegen ist.

InhaltDie Zahl der Arbeitslosen sinkt - schneller, als viele Fachleute erwartet haben. Im Juni erreichte sie den niedrigsten Stand seit fünf Jahren Auf 8,8 Prozent ist die Arbeitslosenquote inzwischen gesunken, 0,3 Prozent niedriger als im Vormonat, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mit. Im Vorjahr hatte sie noch bei 10,5 Prozent gelegen. Damit ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland insgesamt um 125.000 auf 3.687.000 gesunken. Das waren 712.000 weniger als vor einem Jahr. Der Vorstandschef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, sagte, durch die stabile Konjunktur wachse die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, während die Arbeitslosigkeit deutlich sinke. Die Nachfrage nach Mitarbeitern sei weiter gestiegen. So lag die Zahl der offenen Stellen im Juni mit 648.000 um 67.000 über dem Vorjahreswert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betrug nach einer Hochrechnung der Agentur zuletzt 26,71 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 599.000. In Westdeutschland waren im Juni 2.427.000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung, 76.000 weniger als im Mai und 539.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland gab es im Juni 1.260.000 Arbeitslose und somit 49.000 weniger als im Vormonat und 173.000 weniger als im Juni 2006. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 7,3 Prozent im Westen und bei 14,7 Prozent im Osten. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Juni um 37.000 auf 3,818 Millionen gesunken. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 26.000 ab, im Osten um 11.000.