Nach dem Koalitionsbruch: Woidke: BSW hat sich selbst demontiert

Datum07.01.2026 14:39

Quellewww.zeit.de

TLDRBrandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat nach dem Koalitionsbruch mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) die Verantwortung für die Spannungen dem BSW zugeschrieben. Er bezeichnete den Auseinanderbruch als Selbstdemontage des Partners und warnte, dass dies Brandenburg schadet. Woidke plant, mit einer Minderheitsregierung weiterzuarbeiten und strebt eine neue Koalition mit der CDU an. Die BSW hingegen behauptet, die SPD habe den Bruch der Koalition im Vorfeld geplant.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach dem Koalitionsbruch“. Lesen Sie jetzt „Woidke: BSW hat sich selbst demontiert“. Nach dem Bruch mit dem BSW hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Kritik des bisherigen Partners zurückgewiesen. "Der Koalitionspartner hat sich selbst demontiert und ist auf toxische Art und Weise auseinandergebrochen", schrieb Woidke als SPD-Landeschef an die Mitglieder seiner Partei. "Das bringt unser Brandenburg nicht weiter. Ganz im Gegenteil, es schadet auf Dauer." Die BSW-Landtagsfraktion sei nicht in der Lage gewesen, sich hundertprozentig zum Koalitionsvertrag zu bekennen. Der SPD-Regierungschef hatte die Koalition mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) am Dienstag nach wochenlangem Streit in der BSW-Fraktion beendet. Drei Abgeordnete waren zuvor aus der Fraktion ausgetreten. Vorerst will Woidke mit einer Minderheitsregierung weiterarbeiten und strebt eine SPD/CDU-Koalition an, die eine Mehrheit von zwei Stimmen im Landtag hätte. Termine standen zunächst nicht fest. Das BSW wirft der SPD vor, den Bruch der Koalition länger geplant zu haben. © dpa-infocom, dpa:260107-930-509909/1