Datum07.01.2026 14:22
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Nordrhein-Westfalen verbietet etwa die Hälfte der Schulen die Nutzung von Smartphones während des Schulbetriebs, wie eine Umfrage des Schulministeriums zeigt. Rund 98 Prozent der öffentlichen Schulen haben verbindliche Handyregelungen. Besonders an Grundschulen soll die private Nutzung komplett untersagt werden, während weiterführende Schulen differenzierte, altersgerechte Regelungen einführen. Schulministerin Dorothee Feller betont, dass dies die Konzentration und das soziale Lernen verbessert, indem Schüler weniger abgelenkt sind und mehr miteinander kommunizieren.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Smarter ohne Smartphone“. Lesen Sie jetzt „Hälfte der NRW-Schulen verbietet Handys komplett“. Etwa die Hälfte aller Schulen in Nordrhein-Westfalen untersagt vollständig die Nutzung von Smartphones im Schulbetrieb. Die andere Hälfte erlaubt eine klar begrenzte Nutzung. Das hat eine landesweite Umfrage des Schulministeriums ergeben. Wenig überraschend: Mit zunehmendem Alter der Schülerinnen und Schüler wachsen die Freiräume. Insgesamt verfügen nach Angaben des Ministeriums rund 98 Prozent aller öffentlichen Schulen in NRW inzwischen über eine verbindliche Handyregelung, bei den weiterführenden Schulen sind es demnach sogar 100 Prozent. Im Frühjahr 2025 hatte das Ministerium die Schulen in Nordrhein-Westfalen aufgerufen, bis zum Herbst eigene, verbindliche Regelungen zur Handynutzung zu entwickeln und dafür Leitlinien vorgegeben. Bei einigen Grundschulen waren die Beteiligungsprozesse zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht abgeschlossen. Grundsätzlich sollte an Grundschulen die private Nutzung von Handys und Smartwatches nicht erlaubt sein. Die weiterführenden Schulen sollten verbindliche, altersgerechte Regelungen erarbeiten, die gemeinsam getragen werden und im Schulalltag funktionieren. Viele Schulen hätten seitdem erstmals verbindliche Vorgaben beschlossen, andere ihre bestehenden Regelungen deutlich nachgeschärft, teilte das Ministerium in Düsseldorf mit. "Gerade die Jüngsten brauchen Schutzräume ohne Ablenkung", betonte Schulministerin Dorothee Feller (CDU). Dass die meisten Grundschulen inzwischen schon ein generelles Handyverbot während des Schulbetriebs beschlossen hätten, sei "ein starkes Signal für Kinder, Eltern und Lehrkräfte". Die weiterführenden Schulen setzen auf differenzierte Regelungen: 79 Prozent der Gesamtschulen und 86 Prozent der Gymnasien unterscheiden nach Jahrgangsstufen. Andere Schulen regeln die Nutzung nach Zeiten oder Bereichen. Das schaffe Orientierung und sorge für mehr Konzentration im Unterricht, hob Feller hervor. "Wo vorher auf dem Schulhof aufs Display geschaut wurde, wird heute wieder miteinander gesprochen." Das sei ein Gewinn für das soziale Lernen. © dpa-infocom, dpa:260107-930-509824/1