Datum07.01.2026 12:24
Quellewww.zeit.de
TLDREin Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf führte zu einem tagelangen Stromausfall, der 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen betraf. Die linksextremistische Gruppe "Vulkangruppen" reklamierte die Tat. Eine Warnmeldung per App zur bevorstehenden Wiederherstellung der Stromversorgung irritierte die Bevölkerung, da die Textvorgaben im bundesweiten Warnsystem MoWaS nicht verändert werden können. Die Energieversorgung wurde am Vormittag wiederhergestellt, und alle Haushalte sollen schrittweise wieder Strom erhalten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Brandanschlag“. Lesen Sie jetzt „Verwaltung: Warnmeldung zu Stromausfall nicht veränderbar“. Eine großflächige Warnung per App zur bevorstehenden Stromversorgung nach dem tagelangen Blackout Berliner Südwesten hat bei vielen Menschen für Verwunderung gesorgt. Berlinerinnen und Berliner waren teils irritiert über die Formulierung der Alarmierung per Handy, bei der Verbraucher auch aufgefordert wurden, Notstromaggregate vom Netz zu nehmen, um Schäden zu vermeiden. Laut Innenverwaltung sind jedoch im bundesweiten Warnsystem MoWaS (Modulares Warnsystem) Textvorgaben für unterschiedliche Warnkategorien und Dringlichkeitsstufen voreingestellt. Diese könnten nicht vor Ort verändert werden, erklärte eine Sprecherin. "Eine Aktivierung des Cell Broadcast über MoWaS in ganz Berlin war zwingend notwendig, um alle potenziell Betroffenen in der Stadt zu erreichen und über die zu treffenden Maßnahmen bei der bevorstehenden Stromaufschaltung zu informieren", so die Sprecherin. Werde auf diese Art gewarnt, laute die Formulierung auch automatisch "Extreme Gefahr". Die Energieversorgung ist am Vormittag wieder angelaufen. Schrittweise sollten in den nächsten Stunden sämtliche Haushalte wieder Strom haben, teilte ein Sprecher der landeseigenen Netzgesellschaft Stromnetz Berlin mit. Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, hatte eine der linksextremistischen "Vulkangruppen", die seit 2011 vor allem in Berlin und Brandenburg immer wieder Brandanschläge auf die öffentliche Infrastruktur verübt haben sollen, die Tat für sich reklamiert. Am Samstagmorgen waren im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. © dpa-infocom, dpa:260107-930-508998/1