Staatsschutzprozess: Prozess gegen mutmaßlichen IS-Kämpfer startet

Datum07.01.2026 12:19

Quellewww.zeit.de

TLDREin 33-jähriger Mann aus Monheim muss sich ab diesem Donnerstag am Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten. Er wird beschuldigt, als mutmaßlicher Kämpfer des Islamischen Staates Terrorismus, Kriegsverbrechen und Beihilfe zum Mord begangen zu haben. Laut Bundesanwaltschaft schloss er sich 2014 dem IS in Syrien an und war bis 2017 aktiv. Ihm wird vorgeworfen, als Wachposten bei der Misshandlung, Folter und Enthauptung von Gefangenen im August 2014 gewacht zu haben. Der Angeklagte befindet sich seit Januar 2022 in Untersuchungshaft.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Staatsschutzprozess“. Lesen Sie jetzt „Prozess gegen mutmaßlichen IS-Kämpfer startet“. Ein 33-Jähriger aus Monheim muss sich als mutmaßlicher früherer Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat von diesem Donnerstag an in Düsseldorf am Oberlandesgericht verantworten. Dem Angeklagten werden neben Terrorismus auch Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Beihilfe zum Mord vorgeworfen, hatte das Gericht mitgeteilt.  Der Angeklagte soll sich nach Angaben der Bundesanwaltschaft im Frühjahr 2014 in Syrien dem IS angeschlossen haben und bis Herbst 2017 für den IS aktiv gewesen sein. Angehörige seiner Einheit sollen Mitte August 2014 männliche Gefangene misshandelt, gefoltert und zwei von ihnen noch vor Ort enthauptet haben. Die übrigen Männer seien am nächsten Tag verschleppt und zum Teil getötet worden. Der Syrer soll das Geschehen als bewaffneter Wachposten abgesichert haben. Der Angeklagte war am 20. Januar vergangenen Jahres in Monheim am Rhein festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Für die Hauptverhandlung sind bis Ende März 19 Verhandlungstage angesetzt. © dpa-infocom, dpa:260107-930-508962/1