Datum07.01.2026 12:09
Quellewww.spiegel.de
TLDREin ungewöhnlich starker Schneefall und Minusgrade sorgen in Europa, besonders in Frankreich, für erhebliche Verkehrsprobleme. Hunderte Flüge wurden annulliert, unter anderem am Pariser Flughafen und in Amsterdam, wo über 700 Flüge gestrichen wurden. In Frankreich kam es zu fünf tödlichen Verkehrsunfällen. Die Winterbedingungen führten zu Staus von 600 Kilometern im Großraum Paris und zur Empfehlung, im Homeoffice zu arbeiten. Auch andere Länder, darunter Schottland und Deutschland, sind betroffen, und der Bahnverkehr in den Niederlanden ist eingeschränkt.
InhaltUngewöhnlich starker Schneefall sorgt in vielen Ländern für Probleme. In Frankreich starben mehrere Menschen bei witterungsbedingten Unfällen. Europaweit fielen Hunderte Flüge aus, Menschen strandeten über Nacht an Airports. Plötzlich reden alle vom Wetter, zumindest an den Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly. Wegen ungewöhnlich ausgiebiger Schneefälle und Temperaturen unter null Grad fielen allein am Mittwochvormittag mindestens 140 Flüge aus. Auch im Rest der französischen Hauptstadt sorgt der Winter für Probleme, zeitweise fuhren keine Busse, auch nicht zur Schule. Die Nahverkehrsgesellschaft RATP rief dazu auf, wenn möglich, im Homeoffice zu bleiben. Im Berufsverkehr bildeten sich insgesamt 600 Kilometer Staus im Großraum Paris. In Online-Medien verbreiteten sich zahlreiche Fotos und Videos von schneebedeckten Sehenswürdigkeiten, ein seltener Anblick in den vergangenen Jahren. In 38 von 101 französischen Départements galt die zweithöchste Warnstufe. Nach Angaben des Wetterdienstes fielen im Norden und Westen des Landes zwischen drei und sieben Zentimeter Schnee, in den nordfranzösischen Ardennen waren es bis zu 15 Zentimeter. Im westfranzösischen Département Charente-Maritime an einzelnen Orten bis zu 30 Zentimeter. Im ostfranzösischen Mouthe erreichten die Temperaturen in den vergangenen beiden Tagen Tiefstwerte von bis zu 22 Grad Minus, wie das französische Fernsehen berichtete . Landesweit lag die niedrigste Durchschnittstemperatur bei Minus vier Grad. Dies war seit Angaben des Wetterdienstes seit 2012 nicht mehr vorgekommen. Bei wetterbedingten Verkehrsunfällen kamen in den vergangenen Tagen in Frankreich fünf Menschen ums Leben. Nicht nur Frankreich wurde vom Wetter überrascht, auch in Schottland, Deutschland und Belgien sorgten Schnee und Eis für Probleme. Wegen heftiger Schneefälle in den Niederlanden sind am Mittwoch am Flughafen Amsterdam-Schiphol über 700 Flüge gestrichen worden. "Auch heute ist der Flugverkehr am Flughafen gestört", teilte Schiphol in einer Erklärung mit. "Unser Winterdienst arbeitet ununterbrochen, um möglichst viele Flüge zu ermöglichen." Bereits in den Tagen zuvor waren zahlreiche Flüge annulliert worden. Mehr als 1000 Menschen hätten die Nacht am Flughafen verbringen müssen, wie der Flughafen auf seiner Website mitteilte. Am Flughafen wurden Feldbetten für die Reisenden aufgestellt. Der Flughafen ging davon aus, dass das Winterwetter mit heftigen Windböen weiter andauern wird. "Bisher wurden mehr als 700 Flüge gestrichen und wir gehen davon aus, dass die Zahl noch steigen wird", teilte der Flughafen weiter mit. Auch der Bahnverkehr in den Niederlanden ist durch den Schnee teilweise lahmgelegt. Die Bahngesellschaft NS empfahl Reisenden, nicht dringend notwendige Reisen zu verschieben. Auf den niederländischen Straßen gab es am Mittwochmorgen über 700 Kilometer Stau.