Datum20.10.2025 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRPia Schellhammer, die Fraktionschefin der Grünen in Rheinland-Pfalz, kritisiert die Debatte um Genderverbote als Ablenkung von drängenden Alltagsproblemen wie Mieten, Jobsicherheit und Verkehr. Sie fordert, die Diskussion um Gendern nicht in den Mittelpunkt zu rücken. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hingegen spricht sich gegen Gendersprache aus und fordert öffentliche Institutionen zum Verzicht auf. Der Deutsche Kulturrat jedoch plädiert für sprachliche Vielfalt in Kunst und Medien und sieht darin einen wichtigen Teil der kulturellen Vielfalt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gendern“. Lesen Sie jetzt „Schellhammer: Genderverbotsdebatte lenkt von Problemen ab“. Die rheinland-pfälzische Grünen-Fraktionschefin Pia Schellhammer fordert ein Ende der "Kulturkampf-Rhetorik" beim Thema Genderverbot. "Wenn man vom Alltag der Menschen her denkt, dann sind ein Doppelpunkt oder ein Unterstrich nicht das Thema. Das sollte doch jedem frei stehen", sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Die Sorgen der Menschen seien, wie sie ihre Miete bezahlen könnten. "Ist ihr Job noch sicher? Haben sie einen Kitaplatz? Wie kommen sie von A nach B? Fährt die Bahn?", betonte Schellhammer. "Also warum reden Parteien der politischen Mitte über das Thema Genderverbot?" Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) ist gegen die Gendersprache mit Sternchen oder Binnen-I und verbannte sie offiziell aus einer Behörde. Er riet zudem allen öffentlich geförderten Institutionen wie Museen oder Rundfunk zum Verzicht. Der Deutsche Kulturrat sprach sich dagegen jüngst gegen ein Verbot des Genderns in Kunst, Kultur und Medien aus: Sprachliche Vielfalt gehöre zur kulturellen Vielfalt. Sie sei "eine Möglichkeit, um die Bevölkerung in ihrer Vielfalt abzubilden und zu erreichen". © dpa-infocom, dpa:251020-930-182401/1