Schwächelnde Konjunktur: Keine Impulse: Arbeitslosenquote bleibt bei 7,6 Prozent

Datum07.01.2026 09:55

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen bleibt im Dezember 2025 bei 7,6 Prozent, was einen moderaten Anstieg von 1.307 Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat bedeutet. Diese Entwicklung spiegelt die schwache Konjunktur wider, wobei viele Unternehmen Neueinstellungen zurückhaltend angehen. Die Zahl neu gemeldeter Stellen sank um 7,4 Prozent. Regionaldirektor Roland Schüßler warnte, dass die Arbeitslosigkeit im Februar 800.000 überschreiten könnte, was die anhaltend schwierige Lage am Arbeitsmarkt verdeutlicht.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schwächelnde Konjunktur“. Lesen Sie jetzt „Keine Impulse: Arbeitslosenquote bleibt bei 7,6 Prozent“. Die Arbeitslosenquote verharrt in Nordrhein-Westfalen bei 7,6 Prozent. Der Dezember-Wert sei im Vergleich zum Vormonat November unverändert geblieben und 0,1 Prozentpunkte höher gewesen als im Dezember 2024, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Düsseldorf mit. Mitte Dezember 2025 waren in dem Bundesland den Angaben zufolge 767.017 Menschen arbeitslos gewesen und damit 1.307 mehr als einen Monat zuvor.  Im Monat Dezember zieht die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt an, da bestimmte Branchen wie das Baugewerbe und die Landwirtschaft weniger Jobs bieten. Im vergangenen Monat stieg die Anzahl der Arbeitslosen aber verhältnismäßig schwach - normalerweise geht es in einem Dezember stärker nach oben. BA-Regionalchef Roland Schüßler sprach von einem "moderaten Anstieg", im Dezember 2024 war die Arbeitslosenzahl hingegen um 4.800 angestiegen.  Allzu positiv bewertet der Arbeitsmarktexperte dies aber nicht, schließlich sei die Arbeitslosenzahl weiterhin hoch. Aufgrund der erwartbaren saisonalen Entwicklung könne die Grenze von 800.000 arbeitslos gemeldeten Menschen im Februar überschritten werden, schätzt Schüßler. "Der Arbeitsmarkt entwickelte sich im Dezember wie ein Spiegelbild des ganzen zurückliegenden Jahres", sagt der Fachmann. "Für das neue Jahr 2026 bedeutet das: Wir starten zwar ohne Aufschwung, aber auch ohne neuen Dämpfer." Grund für die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt ist die schwache Konjunktur. Viele Firmen halten sich bei Neueinstellungen zurück, wie die Zahlen der Arbeitsagenturen zeigen. Im Dezember waren den Arbeitsagenturen in NRW 125.539 offene Stellen gemeldet, das waren 3,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Noch deutlicher wird es, wenn man auf die Zahl der in diesem Monat neu gemeldeten offenen Jobs guckt: Deren Zahl sank um 7,4 Prozent auf 22.138. Das zeigt, dass viele Firmen erst einmal auf Neueinstellungen verzichten und es Menschen auf Jobsuche dadurch besonders schwer haben. © dpa-infocom, dpa:260107-930-508133/1