Datum07.01.2026 09:39
Quellewww.zeit.de
TLDRSachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) setzt seine Schultour fort, um mit Lehrern, Schülern und Eltern über die Bildungssituation zu sprechen. Seit Beginn der Tour hat er 200 Bildungseinrichtungen besucht und betont, dass der Dialog wichtig ist, um die Herausforderungen in Schulen zu verstehen. Clemens hebt den Mangel an Lehrkräften und den damit verbundenen Unterrichtsausfall als Hauptprobleme hervor. Er plant, durch Investitionen und Maßnahmenpakete die Situation zu verbessern und die Bildungsqualität für alle Kinder zu sichern.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bildungspolitik“. Lesen Sie jetzt „Kultusminister setzt Tour durch Schulen und Kitas fort“. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) will vor Ort weiter die Schulbank drücken - im Gespräch mit Lehrern, Schülern und Eltern. "Zuhören, wo der Schuh drückt und gemeinsam anpacken", lautet die Devise seiner Schultour. Die vor einem Jahr begonnene Schultour umfasse auch Besuche in Kindertageseinrichtungen und solle nun weitergehen, teilte das Ministerium mit. Clemens zog eine Zwischenbilanz: 20 Kindergärten, 46 Grundschulen, 55 Oberschulen, 45 Gymnasien, 12 Förderschulen, 6 Gemeinschaftsschulen, 2 Horte sowie 13 Berufsschulzentren und Fachschulen hat er seither besucht. An diesem Donnerstag ist die 200. Einrichtung dran - das Förderzentrum "Johann Friedrich Jencke" in Dresden. "Es geht nicht um Zahlen, sondern um echte Begegnungen", betonte Clemens. Der Dialog sei für seine Arbeit unverzichtbar. "Die Besuche geben mir wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Chancen unserer Schulen. Es macht große Freude, mit so vielen engagierten Lehrkräften, Schulleitungen, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern ins Gespräch zu kommen." Es sei entscheidend, weiterhin in die Schulen zu investieren und dafür zu sorgen, dass jedes Kind die bestmögliche Bildung erhalte, erklärte der Minister. "Deshalb setzen wir unseren Kampf gegen den Unterrichtsausfall fort – mit mehr Lehrkräften und einer gerechteren Verteilung." Der Mangel an Lehrern und daraus resultierender Unterrichtsausfall sind die größten Probleme an sächsischen Schulen. Im ersten Schulhalbjahr 2024/2025 lag der Anteil ausgefallener Unterrichtsstunden am gesamten Stundensoll bei 9,4 Prozent. Je nach Schulform und Region kam es aber auch zu deutlich mehr Ausfall. Nach Zahlen vom vergangenen November fehlen 1.154 Lehrkräfte, um den Unterricht komplett abzudecken. Im Winter 2025 hatte Clemens ein Maßnahmenpaket aufgelegt. Unter anderem sollen ältere Lehrkräfte mehr Stunden arbeiten als bisher. Zudem werden stärker digitale Formate und mehr fächerübergreifender Unterricht angestrebt. Im November sah der Minister erste positive Ergebnisse. © dpa-infocom, dpa:260107-930-507960/1