Datum07.01.2026 09:34
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Deutschland bleibt das winterliche Wetter bestehen, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, wo bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet werden. Glättegefahr herrscht landesweit, und im Südosten sind Temperaturen bis minus 15 Grad zu erwarten. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor möglichen Sturmböen und Glatteis. Während der Verkehr in einigen Regionen weitgehend störungsfrei verlief, kam es im Hamburger Hafen zu Einschränkungen durch Schnee und Eis. Das Streusalzverbot für Gehwege in Hamburg wurde aufgrund der Wetterlage aufgehoben.
InhaltDie Wetterlage in Norddeutschland beruhigt sich, doch über dem Atlantik braut sich schon wieder etwas zusammen. Der Westen muss sich auf noch mehr Schnee einstellen, der Südosten auf minus 15 Grad. Der Überblick. Kinder, wachst die Schlittenkufen, der Winter bleibt noch ein paar Tage. Für Menschen, die zur Arbeit müssen, werden die kommenden Tage hingegen schwierig. Autofahrer und Fußgänger müssen in weiten Teilen Deutschlands weiter mit glatten Straßen rechnen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes besteht fast im gesamten Land Glättegefahr, an der Nordseeküste sowie im Harz kann es auch zu Schneeverwehungen kommen. In der Südosthälfte gibt es den Experten zufolge gebietsweise strengen Frost. Die Temperaturen fallen auf minus zehn bis minus 15 Grad. Auf dem Brocken im Harz und auf den Nordseeinseln sind Sturmböen möglich. "Richtig spannend wird es aber ab Donnerstag", hatte der DWD-Meteorologe Tobias Reinartz bereits am Dienstag erklärt. Über dem Atlantik formiert sich ein Tief, das sich zu einem Sturmtief verstärkt. In der Nacht zum Donnerstag ist laut DWD im Norden gebietsweise auch Glatteis durch gefrierenden Regen "nicht ganz ausgeschlossen". Tagsüber soll es im Westen und Nordwesten erneut schneien. In Nordrhein-Westfalen könnten nach Prognose des Deutschen Wetterdienstes ein bis fünf Zentimeter, in manchen Lagen auch bis zu zehn Zentimeter, Neuschnee fallen. Bis zum Abend soll sich der Schneefall in Richtung Osten bis auf eine Linie von Fehmarn bis zum Schwarzwald ausbreiten. Meist fallen laut DWD ein bis fünf Zentimeter Neuschnee, gebietsweise könnten es auch bis zu zehn Zentimeter werden. Die vergangene Nacht verlief in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nach ersten Angaben der Behörden weitgehend störungsfrei. Polizei und Feuerwehr meldeten keine nennenswerten Einsätze im Zusammenhang mit Schnee oder Glätte, vielerorts blieb es auf den Straßen ruhig. Die Polizei in Flensburg erklärte, die Situation habe sich gegenüber der vorangegangenen Nacht deutlich beruhigt. Auch aus Hamburg wurden keine wetterbedingten Zwischenfälle bekannt. In Schleswig-Holstein kam es örtlich zu leichtem Neuschnee, während in Mecklenburg-Vorpommern überwiegend keine weiteren Niederschläge verzeichnet wurden. Wegen anhaltender Minusgrade bleibt der vorhandene Schnee jedoch liegen. Am frühen Morgen zeigten sich nach ersten Erkenntnissen ebenfalls keine Beeinträchtigungen: Weder Sperrungen noch Ausfälle im Bahnverkehr wurden gemeldet. Schnee und Eis stören jedoch den Umschlag im Hamburger Hafen. Der Hafenlogistiker HHLA teilte am Dienstag mit, an den drei Containerterminals des Unternehmens in Hamburg dauere zwar der Betrieb an. "Es kommt durch die Wetterlage allerdings zu Einschränkungen in der Abfertigung an allen Verkehrsträgern", sagte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Die Eisenbahninfrastruktur sei beeinträchtigt, teilt die Hamburger Hafen und Logistik AG weiter mit. Weichen seien eingefroren und Oberleitungen gestört. Der Winterdienst der HHLA ist demnach im Einsatz, um sicherzustellen, dass Container abgefertigt werden können. Die HHLA informiere Kunden fortwährend über die Lage. Die Hamburger Verkehrsbehörde hob bereits am Dienstag angesichts der heftigsten Schneefälle seit 15 Jahren und dem ständigen Wechsel von Tau- und Frostzeiten das Verbot von Streusalz auf Gehwegen bis zum 21. Januar auf. Auch in Niedersachsen und Bremen verlief die Nacht nach ersten Erkenntnissen vielerorts unfallfrei. Nach Angaben von Polizei- und Feuerwehrstellen in beiden Bundesländern waren am Morgen zunächst keine nennenswerten wetterbedingten Unfälle oder Einsätze bekannt. Auf den Straßen war wenig Verkehr unterwegs, neuer Schneefall blieb in vielen Regionen aus. Der bereits liegende Schnee hielt sich aufgrund der anhaltenden Minusgrade jedoch. Glätte war örtlich möglich. Einschränkungen wegen des Winterwetters zeichneten sich am frühen Morgen jedoch nicht ab: Es gab weder größere Straßensperrungen noch Meldungen über witterungsbedingte Schulausfälle oder Störungen im Bahnverkehr.