Datum07.01.2026 09:24
Quellewww.zeit.de
TLDREin Kabelbrand in Berlin, verursacht durch einen Brandanschlag, führte zu einem der längsten Stromausfälle in der Nachkriegsgeschichte. Rund 100.000 Menschen waren betroffen. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner kündigte an, dass die Stromversorgung ab Mittwoch um 11 Uhr schrittweise wiederhergestellt wird, früher als ursprünglich erwartet. Notstromaggregate ermöglichten den Betrieb von Supermärkten und Pflegeheimen. Der Senat hatte zuvor eine Großschadenslage ausgerufen, um die Reparaturarbeiten zu koordinieren.
InhaltDer Stromausfall in Berlin sollte eigentlich bis Donnerstag anhalten. Laut Bürgermeister Kai Wegner wird die Versorgung jedoch bereits heute ab 11 Uhr wiederhergestellt. Der Stromausfall im Südwesten Berlins soll bereits im Laufe des heutigen Mittwochs und somit früher als erwartet wieder vollständig behoben werden. "Wir fahren heute ab 11.00 Uhr das Stromnetz in den betroffenen Gebieten schrittweise wieder hoch", teilte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) auf X mit. Die Reparaturen am Ort des Kabelbrands, der den Ausfall verursacht hatte, konnten demnach "erfolgreich abgeschlossen werden", schrieb Wegner. "Möglich wurde das auch, weil wir die Großschadenslage ausgerufen und damit die notwendigen Kräfte und Abläufe gebündelt haben." Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet, dass der Stromzugang bereits um 11.00 Uhr für alle Verbraucher wiederhergestellt werde. "Wir arbeiten an einer Wiederversorgung heute im Laufe des Tages", sagte ein Sprecher der Firma Stromnetz Berlin der Nachrichtenagentur dpa. Demnach war der Ausfall, der am Samstag begonnen hatte, der längste in der Nachkriegsgeschichte der Hauptstadt. Ursprünglich war der Senat davon ausgegangen, dass die Stromversorgung erst am Donnerstag wiederhergestellt wird. Am Mittwochmorgen waren nach Angaben des Betreibers noch knapp 20.000 Haushalte und 850 Betriebe ohne Strom. Notstromaggregate hatten am Vortag dem Senat zufolge ermöglicht, dass im betroffenen Gebiet alle Supermärkte und Pflegeheime wieder arbeiten könnten. Ursache des Ausfalls war ein Brandanschlag an einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte. Nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) waren insgesamt rund 100.000 Menschen von dem Blackout betroffen. 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Betriebe hatten zeitweise keinen Strom. Berlin hatte am Sonntag eine sogenannte Großschadenslage ausgerufen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.