Datum07.01.2026 08:54
Quellewww.zeit.de
TLDRBrandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat seinen geplanten Urlaub nach dem Ende der Koalition mit dem BSW abgesagt. Dies geschah aufgrund von Kritik, insbesondere von Grünen-Chef Clemens Rostock, der die Absage der Urlaubspläne als unangemessen während der Krise bezeichnete. Woidke plant, vorerst mit einer Minderheitsregierung weiterzuarbeiten und strebt eine neue Koalition mit der CDU an. Die Koalition musste aufgrund von internen Streitigkeiten und dem Austritt mehrerer Abgeordneter beendet werden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach dem Koalitionsende“. Lesen Sie jetzt „Woidke kündigt geplanten Urlaub nach Koalitionsbruch ab“. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat nach dem Aus der Koalition mit dem BSW seine Urlaubspläne abgebrochen. "Der Ministerpräsident hat seinen lange geplanten Urlaub abgesagt und wird seinen Amtsgeschäften nachkommen", sagte Regierungssprecherin Ines Filohn der Deutschen Presse-Agentur. Die geplanten Urlaubstage hatten für Kritik gesorgt. Grünen-Landeschef Clemens Rostock sagte: "Ständig von Stabilität reden und dann im Moment des Zerbrechens der Koalition in den Urlaub zu gehen, passt überhaupt nicht zusammen. Er kann jetzt unmöglich das Land in dieser Situation einfach hängen lassen." Die Grünen, früherer Koalitionspartner, sind nicht im Landtag vertreten. Der SPD-Regierungschef hatte die Koalition mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht am Dienstag nach mehr als einem Jahr aufgrund anhaltender Streitigkeiten im BSW beendet. Er will vorerst mit einer Minderheitsregierung weiterarbeiten und strebt eine SPD/CDU-Koalition an, die eine Mehrheit von zwei Stimmen im Landtag hätte. Termine für Gespräche stehen bisher nicht fest. Drei Abgeordnete waren aus der BSW-Landtagsfraktion ausgetreten, damit war zwischenzeitlich die Zwei-Stimmen-Mehrheit der Koalition nicht mehr vorhanden. Vize-Ministerpräsident und Finanzminister Robert Crumbach wechselte wie die Abgeordnete Jouleen Gruhn in die SPD-Fraktion. Der frühere BSW-Abgeordnete André von Ossowski will zunächst fraktionslos weitermachen. © dpa-infocom, dpa:260107-930-507826/1