Datum07.01.2026 08:29
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Wirtschaftsleistung in Deutschland zeigt im dritten Quartal 2025 regionale Unterschiede, wie das Ifo-Institut berichtet. In der Hälfte der Bundesländer, angeführt von Hamburg (+0,6 %) und Bayern (+0,5 %), wächst die Wirtschaft, während Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und das Saarland Rückgänge verzeichnen. Unterschiede erklärt die regionale Wirtschaftsstruktur und die internationale Verflechtung. Trotz geringem Wachstum wird für Bayern und Baden-Württemberg eine Jahresverkleinerung prognostiziert, während Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen auf Wachstumskurs sind.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Konjunktur“. Lesen Sie jetzt „Wirtschaftsleistung wächst in Hälfte der Bundesländer“. Die deutsche Wirtschaftsflaute macht sich in den Bundesländern unterschiedlich stark bemerkbar. Nach Berechnungen des Ifo-Instituts stieg die Wirtschaftsleistung im dritten Vierteljahr 2025 in der Hälfte der Bundesländer, in den übrigen sank sie. An der Spitze standen Hamburg (plus 0,6 Prozent zum Vorquartal) und Bayern (plus 0,5 Prozent). Am Ende der Liste finden sich Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz (jeweils minus 0,4 Prozent) und das Saarland (-0,6 Prozent). Grund für die Unterschiede sei jeweils die regionale Wirtschaftsstruktur und wie stark die Unternehmen mit dem Ausland verflochten seien, erklärte das Institut. "Die Industrie befindet sich weiterhin in einer Krise und der Strukturwandel belastet manche Bundesländer stärker als andere", sagte Studienautor Robert Lehmann. "In einigen Bundesländern gleichen jedoch Zuwächse bei Dienstleistern die konjunkturelle Schwäche der Industrie aus." Trotz eines leichten Wachstums im dritten Quartal rechnet das Institut für Bayern und Baden-Württemberg damit, dass im Gesamtjahr die Wirtschaft geschrumpft sein dürfte. "Im Süden der Republik machen sich vor allem die von der US-Regierung verhängten Zölle bemerkbar. Diese belasten die ohnehin angeschlagene Industrie zusätzlich", sagte Lehmann. Auf Wachstumskurs im Gesamtjahr 2025 sieht das Ifo-Institut dagegen Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. © dpa-infocom, dpa:260107-930-507742/1