Förderung: 90 Anträge fürs Landwirtschafts-Existenzgründerprogramm

Datum07.01.2026 06:30

Quellewww.zeit.de

TLDRNiedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte berichtet von 90 Anträgen für das Landwirtschafts-Existenzgründerprogramm, das mit zwei Millionen Euro gefördert wird. Ziel ist es, Neueinsteiger und Junglandwirte bei Betriebsübernahmen zu unterstützen, insbesondere im Umwelt- und Klimaschutz. Förderungen betragen bis zu 100.000 Euro bei außerfamiliären Übernahmen. Frauen und ökologische Ansätze sollen besondere Berücksichtigung finden. Staudte betont die Notwendigkeit, Konzepte sorgfältig zu prüfen und weist auf die Herausforderungen der Betriebsnachfolge in der Biobranche hin.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Förderung“. Lesen Sie jetzt „90 Anträge fürs Landwirtschafts-Existenzgründerprogramm“. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte sieht in dem von ihr aufgelegten Förderprogramm für Existenzgründungen einen Erfolg. Es seien 90 Anträge eingegangen, die derzeit geprüft würden, erklärte die Grünen-Politikerin. Insgesamt stellt das Land für das aktuelle Antragsverfahren rund zwei Millionen Euro bereit.  Die Landesregierung will Neueinsteiger in die Landwirtschaft und Junglandwirte bei der Hofübernahme unterstützen. Bei einer außerfamiliären Betriebsübernahme soll eine Förderung von 100.000 Euro gezahlt werden, bei einer innerfamiliären Hofübernahme 70.000 Euro. Gefördert werden sollen Betriebskonzepte, die den Umwelt- und Klimaschutz berücksichtigen. Die Bewerbungen von Frauen sollen besonders berücksichtigt werden, ebenso der Ökolandbau. Das Interesse sei groß, und sie sei auch schon von ihrer NRW-Amtskollegin Silke Gorißen (CDU) auf das Programm angesprochen worden. Im Nachbarland werde auch überlegt, ein solches Programm aufzulegen, erklärte Staudte. Auch von der Landjugend oder der Jugendorganisation der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) habe sie positive Rückmeldungen bekommen.  Wichtig sei aber, die vorgelegten Konzepte zu prüfen und nicht "per Gießkanne" zu fördern, sagte Staudte. "Es macht ja einen Unterschied, ob ich einen Hof übernehme und nichts verändern will, oder ob ich einen Hof erbe und ganz viel verändern will."  "Viele Pioniere der Biobranche kommen jetzt ins Rentenalter und haben mitunter keinen Hofnachfolger", sagte Staudte. Ein Ziel des Programms sei es, Interessenten für die Übernahme eines Betriebs mit einem geeigneten Hof zusammenzubringen. Es gebe auch Fälle, in denen der Betrieb in eine Stiftung überführt worden sei, damit der Landwirt, der ihn übernehmen wolle, keine Millionenbeträge aufbringen müsse. © dpa-infocom, dpa:260107-930-507488/1