Datum07.01.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Kunstpodcast "Augen zu" widmet sich Raoul Hausmann, einem bedeutenden Dada-Künstler und Provokateur von 1886 bis 1971. Hausmann prägte die Dada-Bewegung während des Ersten Weltkriegs in Berlin und schuf sowohl radikale Collagen als auch feinfühlige Fotografien. Aktuell findet in der Berlinischen Galerie eine umfassende Ausstellung über sein Lebenswerk statt, bis zum 16. März. Im Podcast diskutieren Florian Illies und Giovanni di Lorenzo seine kunsthistorische Bedeutung und persönliche Beziehungen, insbesondere zu Hannah Höch.
InhaltEr war einer der größten Provokateure und Tabubrecher der modernen Kunst: Raoul Hausmann zerschnitt die Wirklichkeit in tausend Fetzen und hielt Dada für unsere Rettung. Wer wissen will, wie radikal "Dada" wirklich war, der muss sich das Leben von Raoul Hausmann (1886–1971) anschauen – dieser Visionär und Provokateur glaubte nur an das Morgen und hielt alles Gegenwärtige bereits für gestrig. Er hat in Berlin im Ersten Weltkrieg entscheidend dazu beigetragen, die Dada-Bewegung zu etablieren, er hat Collagen von brutaler Härte geschaffen und danach Fotografien von seltsamer Zartheit. Raoul Hausmann ist der große Unbekannte der deutschen Kunst der Zeit zwischen den beiden Kriegen – ihm ist die neueste Folge von Augen zu, dem Kunstpodcast der ZEIT gewidmet. Die Berlinische Galerie in Berlin widmet Hausmann gerade (bis zum 16. März) eine exzellente Ausstellung, die – erarbeitet von Ralf Burmeister – alle Werkphasen und Lebensbereiche des wilden Genies beleuchtet. Sie und der dazugehörige Katalog sind der Ausgangspunkt dieses Podcasts von Augen zu. Florian Illies und Giovanni di Lorenzo fragen danach, worin die spezifische kunsthistorische Bedeutung Hausmanns bestand, warum ihn der große Fotograf August Sander gleich dreimal porträtierte und warum er seine Partnerinnen regelmäßig fast in den Wahnsinn trieb, etwa Hannah Höch, mit der er acht Jahre zusammen war, und die in dieser intensiven Phase ihres Lebens selbst einige ihrer wichtigsten Werke schuf. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de.