Datum07.01.2026 00:10
Quellewww.zeit.de
TLDRDas US-Verteidigungsministerium prüft die Leistung von Frauen bei Militäreinsätzen, um sicherzustellen, dass die Standards hoch bleiben und eine schlagkräftige Armee gewährleistet ist. Das Institut für Verteidigungsanalysen wird mit der Datenerhebung betraut, wobei keine Kompromisse bei den Leistungsstandards akzeptiert werden. Sprecherin Kingsley Wilson betont die Geschlechtsneutralität der Anforderungen. Verteidigungsminister Pete Hegseth, ehemaliger Kritiker der Frauenbeteiligung bei Einsätzen, hat sich von früheren Äußerungen distanziert und führt auch Maßnahmen gegen trans Menschen im Militär an.
InhaltDas US-Verteidigungsministerium will die Rolle von Soldatinnen untersuchen. Man akzeptiere keine Kompromisse, um "Quoten oder eine ideologische Agenda" zu erfüllen. Das US-Verteidigungsministerium hat eine Überprüfung der Leistung von Frauen bei Kampfeinsätzen angekündigt. Damit wolle das Ministerium sicherstellen, "dass das Niveau eingehalten wird und die Vereinigten Staaten über die schlagkräftigste Armee verfügen", teilte Sprecherin Kingsley Wilson gegenüber dem US-Sender NPR mit. Demnach wird das nichtstaatliche Institut für Verteidigungsanalysen (IDA) mit der Aufgabe betraut. Die Standards bei Kampfeinsätzen mit Waffen seien "elitär, einheitlich und geschlechtsneutral", teilte Wilson mit. "Denn das Gewicht eines Rucksacks oder eines Menschen ist für Männer und Frauen gleich." Das Verteidigungsministerium werde bei dem Niveau "keine Kompromisse eingehen, um Quoten oder eine ideologische Agenda zu erfüllen", sagte sie. NPR berichtete unter Bezugnahme auf eine Mitteilung des Ministeriums, dass für die Datenerhebung sechs Monate angesetzt seien. Demnach wurden die Führungskräfte der Armee und des Marine Corps gebeten, dem IDA Daten zur Verfügung zu stellen, darunter zur Einsatzbereitschaft, Ausbildung und Leistung der Einheiten. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte sich vor seinem Amtsantritt in einem Interview gegen die Beteiligung von Frauen bei Kampfeinsätzen ausgesprochen, nicht aber generell gegen ihre Präsenz in den Streitkräften. Später hatte er sich von diesen Äußerungen distanziert. Er gilt als ausgesprochener Kritiker von Maßnahmen, die etwa beim Militär auf die Förderung von Minderheiten abzielt. Im Mai leitete er bereits den Ausschluss von trans Menschen aus dem US-Militär ein.