Datum06.01.2026 19:42
Quellewww.zeit.de
TLDRLaut einer Umfrage nutzen weniger als vier Prozent der gesetzlich Versicherten die elektronische Patientenakte (ePA) aktiv. Aktuell liegt der Anteil bei 3,6 Prozent, was nur einen geringen Anstieg seit Juli 2025 darstellt. Bisherige Versuche, mehr Patienten zur aktiven Nutzung zu bewegen, blieben erfolglos. Trotz der ab Oktober 2025 geltenden Verpflichtung für Praxen, die ePA mit relevanten Dokumenten zu befüllen, haben sich die Erwartungen hinsichtlich einer höheren Nutzung nicht erfüllt.
InhaltNur ein Bruchteil der gesetzlich Versicherten nutzt die elektronische Patientenakte aktiv. Versuche, Patienten für die Nutzung zu gewinnen, blieben vorerst ohne Wirkung. Gerade einmal 3,6 Prozent der gesetzlich Versicherten nutzen die digitale Patientenakte (ePA) aktiv, um eigene Gesundheitsdaten einzusehen, ältere Dokumente hochzuladen oder die Zugriffsmöglichkeiten von Ärztinnen und Ärzten zu beschränken. Das hat eine Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland bei mehreren großen Krankenkassen ergeben, die zusammen deutlich über die Hälfte des Marktes abdecken. Bei den befragten Kassen ist der Anteil der aktiven Nutzerinnen und Nutzer im Verhältnis zur Zahl der angelegten ePA seit Juli 2025 lediglich um einen Prozentpunkt auf nunmehr 3,6 Prozent gestiegen. Damit haben sich die Hoffnungen nicht erfüllt, dass die seit Oktober 2025 für Praxen und Kliniken geltende Verpflichtung zur Befüllung der ePA mit relevanten Dokumenten zu einem deutlichen Anstieg der aktiven Nutzung führt. Zu den relevanten Daten zählen unter anderem Labor- und Bildbefunde, Arzt- und Entlassbriefe sowie OP-Berichte. Patientinnen und Patienten können sich über eine App ihrer Krankenkasse in die ePA einloggen und dort festlegen, welche Ärztinnen und Ärzte Zugriff auf welche Daten haben. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.