Datum06.01.2026 17:02
Quellewww.zeit.de
TLDRHamburgs Umwelt- und Energiesenatorin Katharina Fegebank (Grüne) betont, dass die Stadt besser vor Stromanschlägen geschützt sei als Berlin, dank eines engmaschigen Stromnetzes mit wenigen Knotenpunkten. Nach einem linksextremistischen Brandanschlag in Berlin sind weiterhin 25.500 Haushalte ohne Strom. Fegebank hebt hervor, dass Hamburg besser auf mögliche Attacken vorbereitet ist, dank einer fokussierten Resilienzstrategie und Kooperation zwischen Behörden. Dennoch gibt sie zu, dass umfassende Sicherheitsmaßnahmen begrenzt sind.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Brandanschlag“. Lesen Sie jetzt „Fegebank: Hamburg besser vor Strom-Anschlägen geschützt“. Hamburgs Umwelt- und Energiesenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sieht die Hansestadt besser als Berlin geschützt vor Anschlägen auf die Energieinfrastruktur. Das Netz von Deutschlands zweitgrößter Stadt sei engmaschiger und habe nur einige wenige große Knotenpunkte, sagte die Grünen-Politikerin mit Blick auf den Anschlag auf das Berliner Stromnetz. "Das heißt, im Ernstfall (...) haben wir verschiedene alternative Wege, schnell wieder den Stromkreislauf herzustellen." Am Tag vier des Blackouts im Südwesten der Hauptstadt Berlin sind immer noch rund 25.500 Haushalte und 1.200 Geschäfte und Firmen nach Angaben der landeseigenen Gesellschaft Berlin Stromnetz ohne Strom. Zu dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf hatte sich eine linksextremistische Gruppierung bekannt. In der Folge waren am Samstagmorgen zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Fegebank sagte, ihr Eindruck sei, dass Hamburg generell etwas anders als Berlin auf mögliche Attacken vorbereitet sei. So seien sämtlich Behörden schon seit längerem angehalten, die Themen Resilienz und Widerstandsfähigkeit im Blick zu haben. Auch gebe es schon länger einen fortlaufenden Austausch im Gesundheitsbereich sowie in der Krankenhaus- und Versorgungsinfrastruktur. Fegebank verwies dabei auch auf die jüngste Bundeswehrübung Red Storm Bravo, in die auch die Stadt und Unternehmen eingebunden gewesen seien. "Wenn ich über den Berliner Fall richtig informiert bin, ist das neben der Frage der Anfälligkeit des Netzes (...) auch ein Thema, dass es da genau diese Strukturen oder einen weitsichtigen Aufbau dieser Katastrophenschutzstrukturen bisher so in diesem Ausmaß nicht gegeben hat", sagte Fegebank. Gleichzeitig räumte sie aber ein, dass eine umfassende Absicherung an Grenzen stoße. © dpa-infocom, dpa:260106-930-506103/1