Naturschutz: Vögel zählen in Sachsen – Nabu ruft zu Mitmachaktion auf

Datum06.01.2026 16:55

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Naturschutzbund (Nabu) ruft vom 9. bis 11. Januar zur 16. "Stunde der Wintervögel" in Sachsen auf. Vogelfreunde sollen eine Stunde lang Vögel beobachten und die Ergebnisse bis zum 19. Januar melden. Im Vorjahr nahmen 6.558 Personen teil und zählten 154.685 Vögel, wobei der Haussperling am häufigsten gesehen wurde. Ein Rückgang bei der Amsel um 18 Prozent wird mit dem Usutu-Virus in Verbindung gebracht. Kalte Temperaturen fördern die Zahl der Wintervögel an Futterstellen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Naturschutz“. Lesen Sie jetzt „Vögel zählen in Sachsen – Nabu ruft zu Mitmachaktion auf“. Auch in Sachsen sind am Wochenende Vogelfreunde wieder zum Zählen von Wildvögeln aufgerufen. Der Naturschutzbund (Nabu) veranstaltet vom 9. bis 11. Januar die "Stunde der Wintervögel". Sie findet in diesem Jahr bereits zum 16. Mal statt, wie die Naturschützer mitteilten. Wer mitmachen will, beobachtet am kommenden Wochenende eine Stunde lang die Vögel vor dem Fenster, im Garten oder im Park und meldet die Ergebnisse bis zum 19. Januar dem Nabu. Für die Auswertung wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die während der Stunde gleichzeitig gesichtet wurde. In Sachsen gibt es von Freitag bis Sonntag auch mehrere Termine zum gemeinsamen Zählen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich an der Aktion in Sachsen 6.558 Menschen und zählten 154.685 Vögel. Am häufigsten beobachteten sie den Haussperling, gefolgt von Kohlmeise, Blaumeise und Feldsperling. Bei der Amsel gab es in Sachsen einen Rückgang um 18 Prozent im Vergleich zu 2024. Als wahrscheinliche Ursache gilt das Usutu‑Virus, das in den vergangenen Sommern bundesweit zu hohen Verlusten geführt hat. Vogelfreunde haben laut Nabu in diesem Jahr gute Chancen auf viele Beobachtungen. Denn die andauernd niedrigen Temperaturen könnten für mehr Wintervögel an den Futterhäusern sorgen, sagte Naturschutzexperte Julian Heiermann laut Mitteilung. "Bei geschlossener Schneedecke und gefrorenem Boden ist es für viele Arten deutlich schwerer, Futter in der Natur zu finden. Sie nehmen dann besonders gern die Zufütterung an." © dpa-infocom, dpa:260106-930-506052/1