Stromausfall: Nach Brandanschlag in Berlin: Ermittlungen vor Ausweitung

Datum06.01.2026 15:02

Quellewww.zeit.de

TLDRNach einem Brandanschlag in Berlin, der einen anhaltenden Stromausfall im Südwesten der Stadt verursachte, rechnet Innensenatorin Iris Spranger mit einer Übernahme der Ermittlungen durch den Generalbundesanwalt. Sie und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner deuten den Vorfall als linksterroristischen Akt. Der Anschlag, zu dem sich eine linksextremistische Gruppe bekannte, ließ 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Die Stromversorgung soll voraussichtlich erst am Donnerstagnachmittag wiederhergestellt sein.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Stromausfall“. Lesen Sie jetzt „Nach Brandanschlag in Berlin: Ermittlungen vor Ausweitung“. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (CDU) rechnet damit, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen zu dem Brandanschlag übernimmt, der zu einem seit Tagen anhaltenden Stromausfall im Südwesten Berlins geführt hat. Spranger wiederholte, sie gehe von einem linksterroristischen Anschlag aus. Darüber habe sie am Montag mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gesprochen. "Er sieht es genauso." Sie denke, dass der Generalbundesanwalt den Fall übernehme. Das sei aber dessen Entscheidung.  Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) schätzte das ähnlich ein: "Hier ging es um einen terroristischen Akt, und dafür ist das Bundeskriminalamt, die Bundesanwaltschaft, zuständig", sagte er. "Was aber nicht bedeutet, dass das LKA, dass die Polizei Berlin nichts mehr mit dem Fall zu tun hat, dass der Berliner Verfassungsschutz nichts mehr damit zu tun hat oder die Berliner Staatsanwaltschaften."  "Wir werden den Druck so was von erhöhen, weil wir haben gemeinsam das Ziel, diese militanten Kriminellen, diese Linksterroristen zu erwischen", sagte Wegner. "Wir wollen sie kriegen, und wir wollen, dass sie eine entsprechende Bestrafung bekommen." Sie hätten das Leben von Menschen bewusst gefährdet, so der CDU-Politiker.  Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte, waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin werden voraussichtlich erst Donnerstagnachmittag alle Haushalte wieder am Netz sein. © dpa-infocom, dpa:260106-930-505224/1