Datum19.10.2025 21:12
Quellewww.spiegel.de
TLDREine Medienproduktionsfirma, die eng mit dem ZDF kooperiert, wurde in Gaza von einer Rakete getroffen. Dabei starben ein Ingenieur und der achtjährige Sohn eines Mitarbeiters, und ein weiterer Mitarbeiter wurde verletzt. ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten verurteilte den Angriff und betonte, dass Angriffe auf Medienschaffende inakzeptabel sind. Das israelische Militär hat angekündigt, den Vorfall zu prüfen. Diese attacke erinnert an frühere Angriffe, bei denen Journalisten ums Leben kamen, auch im August bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus.
InhaltDer Standort einer Medienproduktionsfirma, die eng mit dem ZDF zusammenarbeitet, ist offenbar unter Beschuss geraten. Die ZDF-Chefredakteurin verurteilte den Angriff, das israelische Militär will den Vorfall prüfen. Der Standort der Medienproduktionsfirma Palestine Media Production im Zentrum Gazas ist von einer Rakete getroffen worden. Wie das ZDF mitteilte , seien dabei zwei Menschen getötet worden. Laut der Pressemitteilung des öffentlich-rechtlichen Senders habe sich der Angriff am Sonntagnachmittag gegen 16.30 Ortszeit ereignet. Demnach sind ein 37-jähriger Ingenieur und der achtjährige Sohn eines anderen Mitarbeiters gestorben. Ein weiterer Mitarbeiter wurde verletzt. Die Produktionsfirma ist Angaben des Senders zufolge ein enger Partner des ZDF und arbeitet "seit Jahrzehnten u. a. mit dem ZDF-Studio in Tel Aviv zusammen", hieß es. ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten sprach den Opfern und Angehörigen ihr Mitgefühl aus und verurteilte den Angriff: "Es ist nicht hinnehmbar, dass Medienschaffende bei der Ausübung ihrer Arbeit angegriffen werden", so Schausten. Auf Nachfrage des ZDF hätten die israelischen Streitkräfte erklärt, der Vorfall werde geprüft. In der Vergangenheit wurden mehrfach Journalisten bei Angriffen des israelischen Militärs getötet. Zuletzt hat der israelische Luftangriff auf das Nasser-Krankenhaus im August dieses Jahres für massive Kritik gesorgt. Bei dem Angriff sind unter anderem fünf Medienschaffende ums Leben gekommen. Darunter auch die Fotografin Mariam Abu Dagga. Wie SPIEGEL-Mitarbeiterin Ghada Alkurd an ihre Kollegin erinnert, lesen Sie hier .