Datum06.01.2026 12:22
Quellewww.zeit.de
TLDREin 29-jähriger Mann steht in Berlin wegen einer versuchten Messerattacke auf einen 60-Jährigen unter Anklage. Der Angreifer hatte den Mann, der sichtbar einen Davidstern trug, als Kindermörder beschimpft und gedroht, ihn zu töten. Die Staatsanwaltschaft vermutet eine antisemitische Motivation, basierend auf den Umständen und Äußerungen des Angeklagten. Der Vorfall ereignete sich im Juni im Gleisdreieckpark, wo Polizisten mit gezogenen Waffen eingriffen und eine Verletzung verhinderten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Antisemitische Messerattacke? Anklage gegen 29-Jährigen“. Ein Mann soll im Berliner Gleisdreieckpark versucht haben, einen Mann mit einem Messer zu attackieren, der ein T-Shirt mit einem Davidstern sowie eine Kette mit Davidstern sichtbar um den Hals trug. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage gegen den 29 Jahre alten Mann wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung erhoben, wie die Behörde mitteilte. Aufgrund der Umstände und der mutmaßlichen Äußerungen des Angeschuldigten geht die Staatsanwaltschaft von einer antisemitischen Motivation aus. Der 29-Jährige hat sich bislang nicht zum Tatvorwurf geäußert, hieß es in der Mitteilung weiter. Den Angaben zufolge soll der Angeschuldigte im Juni zufällig auf den 60-Jährigen in dem T-Shirt und mit der Kette getroffen sein. Der Angeschuldigte soll ihn zunächst als Kindermörder bezeichnet haben. Kurz darauf soll der Angeschuldigte ein Messer aus seiner Hosentasche gezogen haben. Er soll dann auf den Mann – den er aufgrund der Kette als jüdischen Menschen wahrgenommen haben soll – zugelaufen sein und geäußert haben, ihn töten zu wollen, da er als Kindermörder "Blut an den Händen" habe. Aufgrund des Einschreitens von drei Polizisten soll eine Verletzung verhindert worden sein. Die Beamten stellten sich mit gezogenen Dienstwaffen zwischen die Männer. © dpa-infocom, dpa:260106-930-504202/1