Datum06.01.2026 10:34
Quellewww.zeit.de
TLDREine repräsentative Umfrage zeigt, dass 58 Prozent der Deutschen sich durch die steigenden Lebensmittelpreise belastet fühlen. Besonders stark spüren 68 Prozent der Befragten Preissteigerungen im Lebensmittelbereich. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert eine Kennzeichnungsverpflichtung, um versteckte Preiserhöhungen sichtbar zu machen. Ramona Pop, Vorständin des Verbands, warnt, dass die Thematik der Lebenshaltungskosten "politische Sprengkraft" besitzt, während 42 Prozent der Befragten weniger Sorgen äußerten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verbraucherschutz“. Lesen Sie jetzt „Mehrheit fühlt sich belastet durch hohe Lebensmittelpreise“. Eine Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland fühlt sich belastet durch Preissteigerungen, vor allem bei Lebensmitteln. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Demnach machen sich 58 Prozent der Menschen Sorgen mit Blick auf die steigenden Lebenshaltungskosten und die finanzielle Situation ihres Haushalts. 42 Prozent der rund 1.000 Menschen, die dazu im vergangenen November befragt worden waren, gaben an, sich darüber eher wenig oder gar keine Sorgen zu machen. Für mehr als zwei Drittel der Bevölkerung (68 Prozent) sind den Angaben zufolge Lebensmittel der Bereich, in dem sie einen Preisanstieg am meisten spüren. 16 Prozent der Befragten nannten hier den Bereich Energie. Für elf Prozent sind die Gesundheitskosten - etwa Krankenkassenbeiträge oder Pflege - am meisten gestiegen. Mobilität, beispielsweise Fahrkarten oder Tanken, ist für vier Prozent der Menschen in Deutschland der Bereich, wo sie am stärksten Preissteigerungen spüren. Zwei Prozent der Befragten trauten sich hier kein Urteil zu oder machten keine Angaben. Um verdeckte Preissteigerungen durch Mogelpackungen und reduzierte Qualität - etwa durch eine Reduzierung des Fruchtanteils im Saft - sichtbar zu machen, sollte es aus Sicht des Verbandes eine Kennzeichnungsverpflichtung im Geschäft geben. Die Vorständin des Verbandes, Ramona Pop, sagt, die Frage der Lebenshaltungskosten habe "politische Sprengkraft". © dpa-infocom, dpa:260106-930-503609/1