Wahlen: Oranienburg entscheidet sich gegen AfD-Bürgermeisterin

Datum19.10.2025 19:47

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Oranienburg wurde die SPD-Politikerin Jennifer Collin-Feeder zur neuen Bürgermeisterin gewählt, die AfD-Kandidatin Anja Waschkau erhielt 40,4 Prozent der Stimmen. Collin-Feeder erzielte in der Stichwahl 59,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 56 Prozent. Collin-Feeder tritt ihr Amt am 5. Januar 2026 an und löst den bisherigen Bürgermeister Alexander Laesicke ab. Der erste Wahlgang zeigte Waschkau mit 28,1 Prozent auf Platz eins, jedoch erreichte niemand die erforderliche Mehrheit für einen direkten Sieg.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wahlen“. Lesen Sie jetzt „Oranienburg entscheidet sich gegen AfD-Bürgermeisterin“. Oranienburg hat SPD-Politikerin Jennifer Collin-Feeder in die Rathausspitze gewählt - ihre AfD-Konkurrentin Anja Waschkau ging leer aus. Die Stichwahl verlief eindeutig: Collin-Feeder erreichte 59,6 Prozent der Stimme, Waschkau rund 40,4 Prozent, wie die Wahlleitung nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses mitteilte.  Die Wahlbeteiligung lag bei 56,0 Prozent, knapp 40.300 Personen ab 16 Jahren waren in Oranienburg im Kreis Oberhavel nördlich von Berlin wahlberechtigt.  Die SPD-Politikerin wurde für acht Jahre in ihr neues Amt gewählt, ihre Amtszeit beginnt am 5. Januar 2026. Sie löst den amtierenden Alexander Laesicke (parteilos) ab, der seit 2018 Bürgermeister ist.  Collin-Feeder ist damit an der Spitze einer Stadt, die unter anderem für die Gedenkstätte Sachsenhausen bekannt ist. Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers wurde ein Ort zum Gedenken und Lernen geschaffen.  Die zweite Wahlrunde für das neue hauptamtliche Stadtoberhaupt war notwendig geworden, weil keiner der sieben Bewerberinnen und Bewerber im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht hatte. Im ersten Wahlgang lag AfD-Frau Waschkau mit 28,1 Prozent vorn, Collin-Feeder folgte mit 19,1 Prozent. Der amtierende parteilose Bürgermeister Laesicke lag mit 13,2 Prozent deutlich dahinter. Auch die Linke-Kandidatin Stefanie Rose (16,3 Prozent), die Einzelbewerber Heiko Wolfgang Zillmann (15,6) und Sascha Mielke (6,5) sowie Rick Grothe (Die Partei, 1,1) blieben chancenlos. © dpa-infocom, dpa:251019-930-181944/1