Datum05.01.2026 17:52
Quellewww.zeit.de
TLDRMatthias Lieschke, der AfD-Landesschatzmeister in Sachsen-Anhalt, wurde aus der AfD-Fraktion ausgeschlossen. Der Ausschluss, der in einer Sitzung beschlossen wurde, erfolgt aufgrund schwerwiegenden partei- und fraktionsschädigenden Verhaltens, insbesondere wegen der heimlichen Aufnahme eines Kreisspitzentreffens. Lieschke konnte die Vorwürfe nicht entkräften, weshalb die Fraktion zum Ausschluss entschied, um das Vertrauen und die Zusammenarbeit zu schützen. Die nächste Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September statt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schädigendes Verhalten“. Lesen Sie jetzt „Matthias Lieschke aus AfD-Fraktion ausgeschlossen“. AfD-Landesschatzmeister Matthias Lieschke ist aus der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt ausgeschlossen worden. Diese Entscheidung sei in einer Sitzung am Montag beschlossen worden, teilte die AfD-Landtagsfraktion mit. Der Politiker aus dem Landkreis Wittenberg sei damit mit sofortiger Wirkung nicht länger Mitglied der Fraktion. Lieschke werde unter anderem schweres partei- und fraktionsschädigendes Verhalten vorgeworfen, hieß es. Ein Kreisspitzentreffen, das Anfang Dezember vergangenen Jahres als Videokonferenz stattfand, soll er heimlich aufgenommen und die Audiodatei weitergeleitet haben. Lieschke, der bislang auf Platz 20 der AfD-Landesliste bei der Landtagswahl steht, hatte sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. In einer ausführlichen Aussprache der Fraktion habe er die Vorwürfe gegen ihn nun "in keiner Weise entkräften" können, hieß es. "Daher sah sich die Fraktion gezwungen, Herrn Lieschke zum Schutz der Fraktion sowie zur Ermöglichung einer weiteren vertrauensvollen parlamentarischen und politischen Arbeit aus ihren Reihen auszuschließen." Der Beschluss wurde mit 20 Ja-Stimmen und einer Neinstimme gefasst, hieß es. In Sachsen-Anhalt findet die nächste Landtagswahl am 6. September statt. Die AfD ist in Umfragen mit Abstand stärkste Kraft. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat als Ziel eine Alleinregierung ausgegeben. © dpa-infocom, dpa:260105-930-501974/1