Auf italienischer Autobahn: Räuber erbeuten 400.000 Euro bei Überfall auf Geldtransporter

Datum05.01.2026 17:55

Quellewww.spiegel.de

TLDRIn Italien ereignete sich ein spektakulärer Überfall auf einen Geldtransporter, bei dem etwa 400.000 Euro erbeutet wurden. Die Täter blockierten die Autobahn mit quer gestellten Fahrzeugen, setzten Rauchbomben und Krähenfüße ein und feuerten auf den Transporter. Sie nutzten einen Sprengsatz, um den Tresor zu öffnen, während die Fahrer an Bord waren. Trotz der dramatischen Umstände wurden niemand ernsthaft verletzt. Die Polizei hat eine umfassende Fahndung nach den flüchtigen Tätern eingeleitet.

InhaltQuergestellte Fahrzeuge, Rauchbomben, Krähenfüße auf der Straße: Auf spektakuläre Weise haben Gangster einen Geldtransporter in Italien überfallen. Die Fahndung nach den Tätern läuft. Auf einer Autobahn in Italien hat sich ein spektakulärer Überfall auf einen Geldtransporter ereignet, die unbekannten Täter erbeuteten dabei rund 400.000 Euro. Die Gangster brachten den Verkehr nach Behördenangaben mit quer gestellten Fahrzeugen zum Stillstand und überfielen den Wagen in einer blitzschnellen Aktion. Dabei setzten sie auch Rauchbomben ein, verteilten sogenannte Krähenfüße auf der Fahrbahn und feuerten auf das gepanzerte Fahrzeug. Während sich Fahrer und Wachmännern noch an Bord des Transporters befanden, hätten die Täter einen Sprengsatz eingesetzt, um das Fahrzeug und den Tresor zu öffnen, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa  . Anschließend ergriffen die Täter mit der Beute die Flucht. Der Überfall ereignete sich am frühen Morgen auf der Autobahn 14 nahe Ortona in der Region Abruzzen. Bei dem Überfall wurde ersten Erkenntnissen zufolge niemand verletzt. Zwei Menschen erlitten jedoch Rauchvergiftungen und wurden noch vor Ort behandelt. Der betroffene Autobahnabschnitt musste zeitweise gesperrt werden, es kam zu Staus. Die Polizei leitete eine groß angelegte Fahndung ein. Es war zunächst unklar, wie viele Täter an dem Überfall beteiligt waren. Sie sollen jedoch mit hochmotorisierten Fahrzeugen unterwegs sein, meldete Ansa. Nach Angaben der italienischen Rundfunkanstalt RAI  ereignete sich bereits im Oktober ein ähnlicher Überfall auf einen Geldtransporter auf der A14. Nach dem Raub in der Region Apulien seien in der Folge drei Verdächtige festgenommen worden, vier weitere flüchtig gewesen. Auch vergangenen März hatten Vermummte bei einem Überfall in der Toskana zwei Geldtransporter ausgeraubt. Ihre Beute: drei Millionen Euro. Nach der Festnahme von elf Verdächtigen im Mai zeigte sich: Das bewaffnete "Kommando", wie die Carabinieri es nannten, bestand laut Ermittlern aus Viehzüchtern und Landwirten im Alter von 33 bis 54 Jahren.