Datum05.01.2026 17:49
Quellewww.zeit.de
TLDRWegen eines Anschlags auf Stromkabel, zu dem sich Linksextremisten bekannt haben, hat die Bundeswehr in Berlin die Betankung von Notstromaggregaten übernommen. Ein Hilfeleistungsantrag des Landes Berlin ermöglicht die Bereitstellung von etwa 18.000 Litern Diesel und Personal für betroffene Pflegeeinrichtungen. Der Stromausfall betrifft derzeit noch etwa 15.000 Haushalte und Unternehmen. Der Betreiber Stromnetz Berlin arbeitet an der Reparatur der Stromleitungen, mit dem Ziel, den Schaden bis Donnerstag zu beheben.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Stromnetz-Anschlag“. Lesen Sie jetzt „Bundeswehr betankt Notstromaggregate in Berlin“. Die Bundeswehr soll wegen des Stromausfalls im Südwesten Berlins die Betankung von Notstromaggregaten übernehmen. Dazu sei am Montag ein Hilfeleistungsantrag des Landes Berlin eingegangen, erklärte eine Sprecherin des Operativen Führungskommandos auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Einsatz sollte noch am Abend beginnen. Gegenstand des Antrags sei die Bereitstellung von etwa 18.000 Litern Diesel einschließlich eines Tankfahrzeugs sowie Personal im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, erklärte sie weiter. Die Bedienmannschaften sollen demnach "schichtfähig" sein. "Besonderer Fokus liegt dabei auf der Versorgung von Pflegeeinrichtungen", teilte sie mit. Der Einsatz sei gemäß des Amtshilfeantrages zunächst bis Donnerstag, 23.00 Uhr vorgesehen. Der Anschlag auf Kabel, zu dem sich Linksextremisten bekannt haben, sorgt seit dem frühen Samstagmorgen für einen großen Stromausfall. Zunächst waren 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Unternehmen betroffen, inzwischen erhalten etwa 15.000 Kunden wieder Energie. Der Betreiber Stromnetz Berlin versucht, die zerstörten Starkstromleitungen so schnell wie möglich zu reparieren. Angekündigt war die komplette Behebung des Schadens bis Donnerstag. Betroffen sind die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. © dpa-infocom, dpa:260105-930-501957/1