Wetter: Winterwetter in Europa hält an, zahlreiche Flüge gestrichen

Datum05.01.2026 17:51

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Winterwetter in Europa sorgt für massive Verkehrsbehinderungen, insbesondere durch Schneefälle und Glatteis. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen, Schulen geschlossen und Bahnhöfe lahmgelegt, vor allem in den Niederlanden, Polen und Frankreich. In Deutschland bleiben die Einschränkungen moderate, während in anderen Ländern wie Rumänien und Tschechien Temperaturen bis zu minus 30 Grad Celsius gemeldet werden. Auch in Großbritannien und Österreich gelten Wetterwarnungen. Experten erwarten, dass diese winterlichen Bedingungen in vielen Regionen anhalten werden.

InhaltSchneefälle und Glatteis führen in vielen Ländern Europas zu Verkehrseinschränkungen. Flüge wurden gestrichen und Schulen geschlossen. Der Schnee soll zunächst bleiben. In weiten Teilen Europas haben starker Schneefall und eisige Temperaturen für Chaos gesorgt, die Herausforderungen des Winterwetters dürften anhalten. In Deutschland bestimmten Schnee, Glätte und Dauerfrost das Wetter zum Wochenstart, zu großen Einschränkungen kam es dadurch aber nicht – anders als in den Nachbarländern Polen, Tschechien und den Niederlanden. Am Großflughafen Schiphol in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam wurden am Morgen rund 450 Flüge gestrichen, auch der Zugverkehr rund um Amsterdam und Utrecht brach zwischenzeitlich zusammen. In Polen meldete die Bahn stundenlange Verspätungen und Ausfälle aufgrund von starken Schneefällen. In Frankreich forderte die französische Zivilluftfahrtbehörde die Fluggesellschaften auf, bis zum späten Abend 15  Prozent ihrer Flüge an den Flughäfen Orly und Charles de Gaulle zu streichen, nachdem es in Paris zu starken Schneefällen gekommen war. Auch am Flughafen von Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina, war am Sonntag aufgrund des Schneefalls die Hälfte der Flüge ausgefallen.  Am Stockholmer Flughafen Arlanda in Schweden fielen zahlreiche Flüge aus oder waren verspätet. Der Zugverkehr in mehreren Regionen wurde zeitweise gestoppt. In Rumänien wurden insbesondere in den Karpatenregionen in Siebenbürgen mehrere Dörfer wegen zugeschneiter Zufahrten isoliert. Mindestens 42.000 Haushalte waren ohne Strom, weil Transformatoren durch heftigen Schneefall beschädigt worden waren. In Tschechien ist es besonders kalt, auch hier kam es aufgrund von Glätte zu einigen Unfällen. In der Gemeinde Kvila im Nationalpark Böhmerwald nahe der Grenze zu Bayern wurde ein Tiefstwert von minus 30,6 Grad Celsius gemessen. Dem Wetterdienst zufolge sollen die Temperaturen in den nächsten Tagen landesweit nicht über den Gefrierpunkt steigen. In der Slowakei gab es Tiefsttemperaturen von bis zu minus 20 Grad. In Schottland blieben aufgrund des Schneetreibens Hunderte Schulen geschlossen. In vielen Teilen Großbritanniens gilt seit mehreren Tagen eine Wetterwarnung wegen des starken Schneefalls. Im englischen Ort Shap wurde mit minus 10,9 Grad Celsius die kälteste Nachttemperatur des Winters in England und Wales gemessen.  In Österreich riefen die staatlichen Meteorologen eine Kältewarnung für den Westen des Landes aus. Am Dienstag könnten die Temperaturen auf bis zu minus 17 Grad fallen.  Auch in Spanien gab die Wetterbehörde Aemet für Montag Warnungen für zehn Regionen des Landes heraus. In Teilen von Kantabrien im Norden, von Kastilien und León im Nordwesten und von Katalonien im Osten des Landes herrscht teilweise Warnstufe Orange. Die stärksten Schneefälle des Sturmtiefs "Francis"konzentrierten sich auf das weniger stark besiedelte Inland, die östliche Hälfte des Landes sowie das Kantabrische Gebirge. "Der Winter ist in Deutschland eingekehrt und in vielen Regionen Deutschlands liegt aktuell Schnee, der bei den meist frostigen Temperaturen in den nächsten Tagen auch noch liegen bleiben wird", sagte Markus Übel vom Deutschen Wetterdienst (DWD). "Für die Regionen, in denen aktuell kein Schnee liegt, sieht es Schnee-technisch hingegen mau aus." Es sei zwar kalt genug, doch viele neue Niederschläge seien in weiten Landesteilen vorerst nicht zu erwarten. Um die Nordsee dagegen soll es zahlreiche und teils kräftige Schneeschauer geben, die primär in Schleswig-Holstein landeinwärts ziehen. Die meisten Nordseeinseln, vor allem die nordfriesischen, bekämen dadurch etwas Neuschnee. "Strichweise kann es aber auch mal in kräftigen Schauern, teils auch Gewittern, stark schneien, sodass innerhalb weniger Stunden zehn Zentimeter oder mehr fallen können."