Datum05.01.2026 17:35
Quellewww.spiegel.de
TLDRVolkswagen hat das Cockpit des neuen ID. Polo vorgestellt, das nun mehr Tasten und Regler enthält, um auf Kundenkritik an früheren Modellen mit vielen Touchscreens zu reagieren. Das Elektroauto wird ab Sommer erhältlich sein und wirkt weniger technisch als Vorgänger. VW-Chefdesigner Andreas Mindt betont die Rückkehr physischer Schalter für eine intuitive Bedienung. Der ID. Polo ist Teil einer VW-Offensive für kleinere Elektroautos, die auch Modelle von Seat und Skoda umfasst, mit einem preisgünstigen Einstiegsmodell in Planung für 2027.
InhaltDer neue ID. Polo von VW hat mehr Tasten, Regler und Griffe im Cockpit als die Vorgängermodelle. Der Konzern hat offenbar auf Kritik von Kunden reagiert und bricht endgültig mit dem von Tesla ausgelösten Hype. Volkswagen hat einen Einblick in den Innenraum des neuen ID. Polo gewährt. Mit dem Cockpit reagiert der Konzern offenbar auf Kundenkritik an den vielen Sensorfelder in früheren Modellen. Das vom Sommer an erhältliche Elektroauto hat eine "angenehme Haptik aller Flächen, Tasten, Regler und Griffe", wie es in einer Mitteilung von VW heißt. Der Innenraum des Autos wird also deutlich weniger technisch wirken als bei bisherigen Elektromodellen. Unter dem Display befindet sich eine Leiste mit mehreren Schaltern, unter anderem für die Klimaanlage oder die Heckscheibenheizung. In der Mittelkonsole gibt es einen Lautstärkeregler. Auch am Lenkrad befinden sich links und rechts Bedieninseln für Funktionen wie den Tempomaten oder die Steuerung des Instrumentendisplays hinter dem Lenkrad. Der Touchscreen-Hype sei ein Fehler gewesen, hatte Volkswagen-Chefdesigner Andreas Mindt schon vor Monaten gesagt . "Wir bringen Knöpfe zurück", versprach er. "Echte, physische Schalter, die immer an derselben Stelle und in der Mitte des Cockpits leicht zu erreichen sind und die sich nicht in etwas anderes verwandeln." Kritik an seinen Bildschirmen hatte auch Touchscreen-Pionier Tesla geerntet. Über den Bildschirm lassen sich etwa Radio und Navigation, aber auch viele Fahrfunktionen oft nur kompliziert steuern. Teils verstecken sich die Bedienflächen in Untermenüs. Gefährlich sei es, wenn wichtige Fahrfunktionen nicht intuitiv zu bedienen sind, finden Verkehrsexperten. Der VW ID. Polo ist der Start einer VW-Offensive für kleine Autos über mehrere Marken hinweg. So baut Seat-Ableger Cupra aus dem gleichen Teilesatz das Modell Raval und bei VW und Skoda folgen mit den Modellen ID. Cross sowie Epiq noch kleine SUV-Varianten für den Stadtverkehr. Außerdem soll ein nochmals kleineres Elektroauto 2027 mit einem Einstiegspreis um 20.000 Euro auf den Markt kommen. Seit zwei Jahren stimmt VW die Kundschaft auf ein elektrisches Einstiegsmodell ein. Lesen Sie hier einen Bericht über eine erste Fahrt mit dem ID. Polo .