Nachrichtenpodcast: Maduro vor US-Gericht: Was genau wird ihm vorgeworfen?

Datum05.01.2026 17:16

Quellewww.zeit.de

TLDRNicolás Maduro, der Ex-Machthaber Venezuelas, wird in den USA vor Gericht gestellt, nachdem er bei einem Militäreinsatz festgenommen wurde. Die Anklage umfasst Verschwörung zum internationalen Drogenhandel und Terrorismusfinanzierung. Parallel dazu trifft sich der UN-Sicherheitsrat, da Venezuela den USA vorwirft, die UN-Charta zu verletzen. In Berlin bleibt die Situation nach einem Stromausfall in mehreren Stadtteilen angespannt; 45.000 Haushalte waren betroffen, und die Ursache wird als möglicher Terroranschlag durch eine linksextremistische Gruppe untersucht.

InhaltIn den USA wird Venezuelas Ex-Machthaber Nicolás Maduro die Anklage verlesen. Was droht ihm vor Gericht? Und: Ausnahmezustand in Berlin wegen des Stromausfalls. Der frühere venezolanische Machthaber Nicolás Maduro wird in New York erstmals einem US-Richter vorgeführt. Die USA hatten Maduro bei einem Militäreinsatz in Venezuela vor zwei Tagen festgenommen und in die Vereinigten Staaten gebracht. Er wird derzeit in einem Bundesgefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn festgehalten. US-Justizministerin Pam Bondi teilte mit, Maduro werde unter anderem wegen Verschwörung zum internationalen Drogenhandel, Terrorismusfinanzierung sowie illegalen Waffenbesitzes angeklagt. In New York kommt parallel der UN-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung auf Antrag von Venezuela zusammen. Die Regierung wirft den USA vor, die UN-Charta zu brechen und den Frieden in der Region zu gefährden. Was Maduro und seiner Frau vor Gericht droht und welche Folgen die Sitzung des UN-Sicherheitsrats haben könnte, erklärt US-Korrespondentin Juliane Schäuble. Die Ausnahmesituation nach dem Stromausfall im Berliner Südwesten hält weiter an. In den Stadtteilen Lichterfelde, Steglitz und Zehlendorf waren seit Samstagmorgen 45.000 Haushalte und mehr als 2.000 Unternehmen ohne Strom – betroffen waren auch zahlreiche Krankenhäuser, Schulen, Pflegeheime, Kitas und Supermärkte. Inzwischen ist die Lage teilweise stabilisiert: Alle Krankenhäuser sind wieder am Netz, Supermärkte öffnen heute und morgen schrittweise wieder. Mehrere Schulen bleiben jedoch bis einschließlich Mittwoch geschlossen. Auch 30.000 Haushalte müssen wohl bis voraussichtlich Donnerstag auf Strom warten. Auslöser war ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal, die das Kraftwerk Lichterfelde mit dem Netz verbindet. Die Ermittler gehen von einem Anschlag aus. Unter dem Namen der linksextremistischen sogenannten "Vulkangruppe" kursiert ein Bekennerschreiben. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach von Terrorismus. Wie die Stadt ihre kritische Infrastruktur künftig besser schützen will und was der Stromausfall für Berlins Sicherheit bedeutet, ordnet ZEIT-Reporter Henrik Rampe ein. Und sonst so? Der wohl teuerste Fisch der Welt. Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Rita Lauter Mitarbeit: Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.