Witterung in Deutschland: Der Schnee bleibt erst einmal liegen

Datum05.01.2026 16:56

Quellewww.spiegel.de

TLDRIn Deutschland bleibt der Schnee aufgrund einer kalten polaren Luftmasse die nächsten Tage liegen, während milde Temperaturen erst gegen Ende der Woche erwartet werden. Besonders im Nordseeumfeld sind kräftige Schneeschauer möglich. Nachts sind Temperaturen zwischen -2 und -10 Grad zu erwarten, im Süden sogar bis -16 Grad. Am Donnerstag beginnt ein Umbruch mit mildem Wetter, und die Schneeverhältnisse könnten sich verschlechtern. Winterliche Witterung verursacht auch in Nachbarländern wie Polen und Tschechien Verkehrsstörungen.

InhaltEin Land in Weiß: Viele Regionen in Deutschland sind derzeit schneebedeckt – und das werden sie laut Meteorologen die nächsten Tage bleiben. Aber: Wo derzeit Grünbraun dominiert, ändert sich wohl auch nichts mehr. Winterliches Wetter hat Deutschland im Griff und die Verhältnisse halten noch an. Erst zum Ende der Woche rechnen die Meteorologen wieder mit milderen Temperaturen. "Der Winter ist in Deutschland eingekehrt und in vielen Regionen Deutschlands liegt aktuell Schnee, der bei den meist frostigen Temperaturen in den nächsten Tagen auch noch liegen bleiben wird", sagt Markus Übel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa. Der Grund sei eine kalte polare Luftmasse, die noch einige Tage über Deutschland und Mitteleuropa verweile. "Für die Regionen, in denen aktuell kein Schnee liegt, sieht es Schnee-technisch hingegen mau aus", sagt Übel. Es sei zwar kalt genug, doch nennenswerte neue Niederschläge seien in weiten Landesteilen vorerst nicht zu erwarten. Davon könne am Montag im Nordseeumfeld keine Rede sein. Tief "Birte" produziere zahlreiche und teils kräftige Schneeschauer, die von der Nordsee vor allem über Schleswig-Holstein landeinwärts ziehen. Die meisten Nordseeinseln bekämen dadurch zumindest wenige Zentimeter Neuschnee. "Strichweise kann es aber auch mal in kräftigen Schauern, teils auch Gewittern, stark schneien, sodass innerhalb weniger Stunden zehn Zentimeter oder mehr fallen können." Am wahrscheinlichsten sei dies auf Teilen der Nordfriesischen Inseln und im anschließenden schleswig-holsteinischen Binnenland betroffen. Im großen Rest Deutschlands gestalte sich das Wetter dagegen deutlich ruhiger. In der Nacht zum Dienstag wird es laut DWD eisig kalt. So erreichen die Tiefstwerte minus 2 bis minus 10 Grad. Im Süden sind bei klarem Himmel bis minus 16 Grad möglich, in Alpentälern wird es mitunter noch kälter. Am Tag zeigt sich der Himmel oft bewölkt, teilweise gibt es ein paar Auflockerungen. In der Nähe der Nordsee sind weiterhin Schneeschauer zu erwarten. Zarte Plusgrade gebe es entlang des Rheins, in Teilen NRWs, im Emsland und an der Nordsee. Die übrigen Landesteile verbleiben laut DWD im Dauerfrost. Nach einer erneut eisigen Nacht ändert sich am Mittwoch am Wetter dann nicht allzu viel: Von Brandenburg bis nach Bayern bleibt es ruhig, die Sonne zeigt sich häufiger und es bleibt tagsüber weiterhin frostig kalt. Mehr Wolken gibt es in der Nordwesthälfte, wo am Nachmittag aus Westen auch leichte Schneefälle aufkommen. Im Westen und Nordwesten sowie entlang des Rheins Höchstwerte von -2 bis +2 Grad, sonst vielfach Dauerfrost bei -5 bis 0 Grad. "Ab Donnerstag stellt sich die Wetterlage allmählich um", erklärt Übel. Die Strömung drehe wieder mehr auf West, sodass die polare Kaltluft Stück für Stück verdrängt werde. "Ein erstes Frontensystem erreicht uns schon am Donnerstag mit Schneefällen, die ganz im Westen schon in Schneeregen übergehen können". Die Temperatur kletterte häufiger über null Grad, im Westen sogar auf plus 4 Grad. Am Freitag setze sich das mildere Wetter dann noch mehr durch. "Dann dürfte es dem Schnee wieder an den Kragen gehen", sagt der Meteorologe. Auch in anderen europäischen Ländern herrscht derzeit winterliche Witterung vor. Am Morgen, als viele Menschen aus den Weihnachtsferien in den Alltag starteten, kam es etwa in den deutschen Nachbarländern Polen, Tschechien und den Niederlanden zu zahlreichen Verkehrsstörungen. In der tschechischen Gemeinde Kvila im Nationalpark Böhmerwald nahe der Grenze zu Bayern wurde ein Tiefstwert von minus 30,6 Grad Celsius gemessen. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes sollen die Temperaturen in den nächsten Tagen landesweit nicht über den Gefrierpunkt steigen. Auf den rutschigen Straßen kam es vor allem in den Mittelgebirgen zu einer Reihe von Unfällen. In Österreich riefen die staatlichen Meteorologen eine Kältewarnung für den Westen des Landes aus. Am Dienstag könnten die Temperaturen auf bis zu minus 17 Grad fallen. Größere Schneefälle werden im deutschen Nachbarland aber nicht erwartet.