Silvester: Angriff auf Rettungswagen: Polizei sucht Zeugen

Datum05.01.2026 16:07

Quellewww.zeit.de

TLDRIn der Silvesternacht wurde in Frankfurt ein Rettungswagen attackiert, während er zu einem Einsatz fährt. Eine Gruppe verhinderte den Weiterfahrt des Fahrzeugs, um eine verletzte Frau priorisiert behandeln zu lassen, und drang gewaltsam ein. Ein Sanitäter wurde verletzt, und das Fahrzeug beschädigt. Die Polizei sucht nun nach drei Tätern. Oberbürgermeister Mike Josef verurteilte den Angriff als Angriff auf die Solidargemeinschaft und fordert klare Konsequenzen für die Täter.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Silvester“. Lesen Sie jetzt „Angriff auf Rettungswagen: Polizei sucht Zeugen“. Nach dem Angriff auf einen Rettungswagen in der Silvesternacht in Frankfurt bittet die Polizei jetzt die Bevölkerung um Hilfe. Bei dem Angriff war ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verletzt worden.  Nach Angaben der Feuerwehr war der Rettungswagen kurz nach Mitternacht mit Blaulicht unterwegs zu einem Einsatz, als eine Gruppe in der Nähe des Eisernen Stegs das Fahrzeug am Weiterfahren hinderte. Die Männer wollten erzwingen, dass eine verletzte Frau zuerst behandelt wird, und verschafften sich gewaltsamen Zugang zum Behandlungsraum des Fahrzeugs. Dabei beschädigten die Angreifer laut Feuerwehr das Fahrzeug durch Schläge und Tritte, rissen Spiegel und Nummernschild ab. "Nachdem der Rettungssanitäter aus dem Fahrzeug ausgestiegen war, um zum Behandlungsraum des Fahrzeugs zu gelangen, wurde er durch einen Tritt in den Rücken verletzt, gegen das Fahrzeug gestoßen, am Kopf verletzt und fiel zu Boden", schilderte die Feuerwehr den Hergang Ende vergangener Woche. Die Polizei geht inzwischen von drei Tätern aus. Nachdem sie in den Wagen eingedrungen waren, legten sie den Angaben zufolge die bewusstlose Frau auf der Behandlungsliege ab. Die Rettungskräfte fuhren die verletzte Frau laut Feuerwehr letztlich mit dem beschädigten Fahrzeug ins Krankenhaus - und wurden dabei mit Pyrotechnik beschossen.  Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) verurteilte die Gewalt aufs Schärfste. "Wer Einsatzkräfte angreift, greift unsere Solidargemeinschaft an. Ich hoffe, die Polizei kann die Täter ausfindig machen. Ein solches Verhalten muss mit klaren Konsequenzen geahndet werden", sagte Josef Ende vergangener Woche. © dpa-infocom, dpa:260105-930-501443/1