Unfall am Bodensee: Zug kollidiert mit Anhänger, der wohl mit Absicht auf die Gleise gestellt wurde

Datum05.01.2026 14:49

Quellewww.spiegel.de

TLDREin Regionalzug kollidierte am Bodensee mit einem auf den Gleisen platzierten Bootsanhänger, der offenbar absichtlich dort abgestellt wurde. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Die Polizei geht von einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr aus und ermittelt. Der Zugführer bemerkte den Anhänger bei 110 km/h und leitete eine Schnellbremsung ein, konnte jedoch den Aufprall nicht verhindern. 24 Passagiere wurden sicher aus dem Zug evakuiert und mit einem Bus weitertransportiert.

InhaltEin Regionalzug ist kurz hinter Friedrichshafen auf einen Bootsanhänger aufgefahren. Verletzte gab es dabei nicht. Der Unfall wurde offenbar mit Absicht herbeigeführt. Nach der Kollision eines Zuges mit einem auf dem Gleis stehenden Bootsanhänger geht die Polizei davon aus, dass der dort absichtlich abgestellt wurde. Es müsse "eine erhebliche Anstrengung" notwendig gewesen sein, um den Anhänger auf den Schienen zu platzieren, wie es in einer Mitteilung der Bundespolizei  heißt. Der Anhänger sei von seinem Besitzer korrekt in einer Parkbucht in der Nähe der Gleise abgestellt worden. Die Polizei ermittelt nun wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Der Zugführer hatte kurz nach Ausfahrt aus dem Bahnhof Friedrichshafen Ost in der Nacht zum Sonntag auf freier Strecke in Richtung Lindau einen Gegenstand auf den Gleisen bemerkt. Der Zug war bereits mit 110 Kilometern pro Stunde unterwegs, als der Lokführer die Schnellbremsung einleitete. Einen Aufprall konnte er nicht mehr verhindern. Zum Zeitpunkt des Unfalls waren 24 Passagiere an Bord des Zuges. Sie wurden aus dem Zug gebracht und konnten mit einem Bus weiterfahren. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr schnitt den unter dem Triebwagen verkeilten Anhänger heraus. Anschließend sei der Zug zunächst zum nächstgelegenen Bahnhof und schließlich in eine Wartungshalle gefahren.