Datum05.01.2026 14:44
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Bewerbung für 40 geförderte deutschsprachige Medizinstudienplätze in Ungarn läuft bis Ende des Monats. Das Projekt "Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen" richtet sich an Abiturienten mit einem Notenschnitt von mindestens 2,6, die keinen Studienplatz in Deutschland finden konnten. Die Kosten von 7.500 Euro pro Semester werden teilweise von der KV Sachsen, Krankenkassen und dem Gesundheitsministerium übernommen. Absolventen müssen fünf Jahre als Hausärzte in ländlichen Regionen Sachsens arbeiten. Aktuell nehmen 182 Studierende teil.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hochschule“. Lesen Sie jetzt „Medizinstudium in Ungarn – Bewerbung für 40 Plätze läuft“. Für einen geförderten deutschsprachigen Medizinstudienplatz in Ungarn können sich Interessierte noch bis Ende des Monats bewerben. Für den kommenden Jahrgang 2026/27 des Modellprojekts "Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen" werden erneut bis zu 40 Studienplätze vergeben, wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen mitteilte. Das Projekt richtet sich an Abiturienten mit einem Notenschnitt von mindestens 2,6 beziehungsweise 9 Punkten, die in Deutschland keinen Studienplatz bekommen haben. Seit 2013 haben sie die Chance, ein Studium der Humanmedizin an der Universität Pécs aufzunehmen. Die Studiengebühren von 7.500 Euro pro Semester werden für die Regelstudienzeit von sechs Jahren übernommen. Die Kosten tragen zur Hälfte die KV Sachsen und die Krankenkassen und zur anderen Hälfte das Gesundheitsministerium. Bedingung für die Teilnahme ist, dass die jungen Mediziner nach dem Studium mindestens fünf Jahre außerhalb der Städte Dresden, Radebeul, Leipzig und Markkleeberg in Sachsen als Hausärzte arbeiten. Während des Studiums erhalten die Teilnehmer Unterstützung von ihrer kooperierenden Hausarztpraxis, in der sie regelmäßig hospitieren und praktische Einblicke erhalten. Ihre Facharztausbildung für Allgemeinmedizin absolvieren die angehenden Mediziner in Sachsen, nachdem sie das Studium in Ungarn beendet haben. An dem Modellprojekt nehmen aktuell 182 Studierende teil, 51 von ihnen befinden sich in ihrer Facharztweiterbildung. Drei Absolventen des Projekts sind bereits als Hausärzte in Sachsen tätig. © dpa-infocom, dpa:260105-930-500866/1